Kanzlei am Winterhuder Markt
GUTMANN   ZANDER-BÖHM
040 414 334 500
 Kanzlei am Winterhuder Markt Rechtsanwälte Gutmann und Zander & Böhm GbR Alsterdorfer Straße 2a 22299 Hamburg - Winterhude   Die Kanzlei befindet sich unmittelbar am Winterhuder Markt gegenüber der Haspa im Gewerbehof.  Parkplätze finden Sie im Parkhaus im Winterhuder Forum. Telefon	+49 (0)40 - 414 334 500,  Fax		+49 (0)40 - 414 334 510 E-Mail	kanzlei@bgzb.de  Bürozeiten: Mo-Do	9.00 bis 18.00 Uhr, Fr		9.00 bis 16.00 Uhr Bitte beachten Sie die Mittagspause von 13.00 bis 14.00 Uhr  an allen Tagen. Datenschutzerklärung Impressum
Kanzlei am Winterhuder Markt
Kanzlei am Winterhuder Markt-Telefonnummer
Arbeitsrecht  >  Fragen und Probleme innerhalb eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses
direkt zu
Sie haben einen Job   und fühlen sich eigentlich wohl darin und möchten ihn behalten.   Sie denken aber, dass die Vorgehensweise Ihres Arbeitgebers Ihnen gegenüber nicht in Ordnung ist. Wenn kein klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber (mehr) möglich ist, ist es vielleicht Zeit, eine anwaltliche Beratung zu suchen. Hier   zunächst   einige   Informationen   zu   Situationen,   in   denen   Sie   vielleicht   Rat suchen.   Diese   Aufzählung   kann   nur   einen   Überblick   geben   aber   nicht   jedes Problem erfassen.
Die Kanzlei ist regional und bundesweit tätig - überwiegend in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, aber auch gern in allen übrigen Bundesländern.
Abmahnung Eine   Abmahnung   sollten   Sie   ernst   nehmen,   denn   sie   kann   eine   spätere   Kündigung   nach   sich ziehen.   Ihr   Arbeitgeber   mahnt   Sie   ab   und   schafft   dadurch   die   Möglichkeit,   Sie   tatsächlich   im Wiederholungsfalle zu kündigen. Zu unterscheiden ist eine Ermahnung oder eine Verwarnung. Hier sieht Ihr Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht als gefährdet an. Entscheidend ist jedoch der Inhalt des Schreibens: Wenn     eine     Kündigungsandrohung     formuliert     ist,     gilt     das     Schreiben     als     Abmahnung, gleichgültig, welche Überschrift über dem Text steht.   Wann liegt eine Abmahnung vor? Ihr   Arbeitgeber   muss   nicht   sagen   "Jetzt   mahne   ich   Sie   ab".   Sobald   er   Sie   erkennbar   auf   einen Vertragsverstoß   oder   eine   Pflichtwidrigkeit   hinweist   und   äußert,   dass   er   Ihr   Handeln   oder Nicht-Handeln   beanstandet,   liegt   eine   Abmahnung   vor.   Das   kann   er   mündlich   oder   schriftlich tun.   Aber:   Die   Abmahnung   ist   nur   dann   wirksam,   wenn   Ihr   Arbeitgeber   mit   dem   Ausspruch der Abmahnung konkret mit Konsequenzen, also einer Kündigung, droht. Wer darf Sie abmahnen? Jeder,   der   Ihnen   aufgrund   seiner   Aufgabenstellung   verbindliche   Anweisungen   in   Bezug   auf Ort,   Zeit   sowie   Art   und   Weise   geben   darf.   Die   Anweisungen   müssen   sich   auf   die   von   Ihnen vertraglich   geschuldete   Arbeitsleistung   beziehen.   Es   muss   also   nicht   unbedingt   die   Person abmahnen, die später eine Kündigung aussprechen darf. Sie fühlen sich zu Unrecht abgemahnt? Suchen   Sie   zunächst   das   klärende   Gespräch   mit   Ihrem   Vorgesetzten.   Führt   dies   zu   keinem Ziel,    ist    es    gut,    sich    mit    einem    Anwalt    zu    beraten.    Ziel    dabei    ist,    dass    die    Abmahnung zurückgenommen und aus Ihrer Personalakte entfernt wird. Hierbei   muss   Ihr   Arbeitgeber   die   Gründe   für   die   Abmahnung   beweisen.   Mögliche   Gründe   für eine    ungerechtfertigte    Abmahnung    sind:    unzutreffende    Tatsachen,    Abmahnung    wegen Bagatellen,   zu   spät   ausgesprochene   Abmahnung,   unsachliche   Wortwahl   oder   unzureichende Beweisführung. Vielleicht   kennen   Sie   den   Satz:   "Drei   Abmahnungen   müssen   es   sein,   davor   passiert   nichts." Das   ist   falsch.   Es   kann   sein,   dass   der   Verstoß   so   schwerwiegend   ist,   dass   eine   oder   zwei Abmahnungen   für   eine   Kündigung   genügen.   Es   kann   aber   auch   sein,   dass   der   Verstoß   eine Bagatelle   ist,   bei   der   (wesentlich)   mehr   als   drei   Abmahnungen   erfolgen   müssen,   bis   eine Kündigung möglich ist. Außerdem   verlieren   Abmahnungen   mit   der   Zeit   ihre   Geltung.   Eventuell   muss   der   Arbeitgeber auch    im    Wiederholungsfalle    zunächst    erneut    abmahnen    und    an    die    Vertragspflichten erinnern.   Die   Verjährungsfristen   sind   aber   nirgends   festgeschrieben.   Im   Streitfall   werden   sie vom   Arbeitsrichter   bemessen.   Dabei   gilt   die   Faustformel:   Je   kleiner   der   Verstoß   durch   den Arbeitnehmer, desto schneller verliert die darauf bezogene Abmahnung ihre Wirkung.   Wie können wir helfen? Bevor   Sie   gegebenenfalls   sogar   auf   Entfernung   der   Abmahnung   aus   der   Personalakte   klagen, besprechen   wir,   ob   dies   insgesamt   taktisch   sinnvoll   ist   und   das   Vertrauensverhältnis   zum Arbeitgeber   nicht   unverhältnismäßig   belastet.   Wir   möchten   Sie   davor   bewahren,   sich   "ins eigene Fleisch zu schneiden".  
Bitte beachten Sie: Die Informationen dieser Seiten stellen keine Rechtsberatung dar und sind ohne Gewähr.
Man muss arbeiten, wenn nicht aus Lust an der Arbeit, dann aus Verzweiflung, denn, wenn man es recht bedenkt, ist die Arbeit doch schließlich weniger langweilig als das Vergnügen. Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle. Charles Baudelaire 
Abmahnung-Anwalt-Hamburg-Winterhude Arbeitszeugnis-Anwalt-Hamburg-Winterhude Mobbing bei der Arbeit-Anwalt-Hamburg-Winterhude
Arbeitslohn Die   Höhe   des   Arbeitslohns   ist   durch   den   Arbeitsvertrag   oder   durch   den   Tarifvertrag   festgelegt. Sie   als   Arbeitnehmerin   oder   Arbeitnehmer   schulden   Ihrem   Arbeitgeber   die   im   Arbeitsvertrag festgelegte    Arbeitsleistung.    Dafür    schuldet    Ihnen    Ihr    Arbeitgeber    die    im    Arbeits-    oder Tarifvertrag   genannte   Vergütung   zur   ebenfalls   dort   genannten   Abrechnungszeit.   Wir   gehen auf die Fälle ein, die oft Unsicherheit bei Ihnen als Arbeitnehmer auslösen. Lohnrückstand Zahlt Ihr Arbeitgeber den Arbeitslohn nicht, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie halten Ihre Arbeitsleistung zurück, bis der rückständige Lohnanspruch vollständig beglichen ist Sie klagen Ihren Bruttolohn vor Gericht ein Wenn Arbeitgeber Lohnzahlungen zurückhalten Oft   halten   Arbeitgeber   Lohn   zurück,   um   z.B.   im   Rahmen   einer   Kündigung   Druck   auszuüben. Hier   können   Sie   von   Ihrem   Recht   auf   Zurückhaltung   Ihrer   Arbeitskraft   gebrauch   machen, ohne den Lohnanspruch zu verlieren. Oder   Arbeitgeber   halten   Lohn   zurück,   weil   sie   Schäden,   die   Sie   als   Arbeitnehmer   vermeintlich oder    tatsächlich    verursacht    haben,    als    eine    Art    Schadensersatzanspruch    mit    Ihrem    Lohn aufrechnen wollen. Dies ist in den allermeisten Fällen aus folgenden Gründen falsch: Der Arbeitnehmer darf, wenn überhaupt, nur bis zur gesetzlichen Pfändungsfreigrenze aufrechnen. Das Arbeitsrecht sieht bei Schäden, die Arbeitnehmer verursachen, eine abgestufte Haftung vor, die fast nie eine vollständige Schadensersatzleistung zur Folge hat. Haften Arbeitnehmer für Schäden, die sie bei Ausübung ihrer Tätigkeit verursacht haben und in welcher Höhe? Auch   im   Arbeitsrecht   gelten   die   Vorschriften   des   BGB,   die   besagen,   dass   Menschen   schon   bei leichter   Fahrlässigkeit   für   Schäden   haften   müssen,   die   sie   verursacht   haben.   Doch   wird   eine Übertragung eins zu eins auf die Tätigkeiten im Rahmen der Arbeit als ungerecht empfunden. Sicher kennen Sie den Satz "Wer arbeitet, der macht auch Fehler". Diesem   Gedanken   soll   Rechnung   getragen   werden.   Es   gibt   ein   dreistufiges   Haftungsmodell mit folgender Aufteilung: Leichte Fahrlässigkeit: Der Arbeitnehmer haftet nicht Mittlere Fahrlässigkeit: Die Haftung wird zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer nach Quote geteilt Grobe Fahrlässigkeit bzw. Vorsatz: Der Arbeitnehmer haftet in der Regel vollständig, wobei jedoch die vom Arbeitgeber erlangte Vergütung eine Rolle spielt. Die Beweislast trägt der Arbeitgeber
Bei Betriebsübergang  ein neuer Arbeitsvertrag? Nicht nötig! Bei   einem   Betriebsübergang   übernimmt   ein   neuer   Arbeitgeber   den   gesamten   Betrieb   oder wesentliche   Teile,   um   den   Betrieb   des   alten   Arbeitgebers   in   seinem   Namen   fortzuführen.   Alle Arbeitsverhältnisse    der    vom    Betriebsübergang    betroffenen    Arbeitnehmer    gehen    auf    den neuen Arbeitgeber über; dieser erwirbt also den Betrieb mit "Mann und Maus". Oft   möchte   der   Arbeitgeber   mit   Ihnen   dann   einen   neuen   Arbeitsvertrag   abschließen,   etwa unter   dem   Vorwand,   dass   ja   noch   der   Name   des   alten   Arbeitgebers   im   Vertrag   genannt   ist. Hier   sollten   Sie   nicht   sofort   unterschreiben.   Ihnen   wird   ein   neuer   Arbeitsvertrag   vorgelegt, der    genau    zu    prüfen    ist.    Nicht    selten    sind    mit    dem    neuen    Vertrag    Verschlechterungen verbunden, die aber erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Das    können    z.B.    Betriebsvereinbarungen    und    tarifliche    Regelungen    sein.    Schnell    können Vergünstigungen Ihres geltenden Arbeitsvertrags mit einer Unterschrift aufgegeben sein. Nochmal:   Es   besteht   kein   Grund,   einen   neuen   Vertrag   "nur   wegen   des   neuen   Namens" oder ähnlicher fadenscheiniger Gründe zu unterschreiben.
Elterngeld und Elternzeit Kann ich während des Elterngeldbezugs erwerbstätig sein? Sie    dürfen    arbeiten,    wenn    Sie    nicht    mehr    als    30    Wochenstunden    im    Durchschnitt    eines Monats   arbeiten.   Sie   dürfen   einer   Beschäftigung   zur   Berufsbildung   nachgehen.   Sie   dürfen   als Tagesmutter   arbeiten,   wenn   Sie   hierfür   gemäß   §23   SGB   VIII   geeignet   sind   und   nicht   mehr   als fünf Kinder in Tagespflege betreuen. Kann ich während der Elternzeit erwerbstätig sein? Sie   dürfen   es,   wenn   Sie   nicht   mehr   als   30   Stunden   pro   Woche   arbeiten.   Sie   dürfen   einer Beschäftigung   zur   Berufsbildung   nachgehen.   Sie   dürfen   als   Tagesmutter   arbeiten,   wenn   Sie hierfür   gemäß   §23   SGB   VIII   geeignet   sind   und   nicht   mehr   als   fünf   Kinder   in   Tagespflege betreuen.    Sie    dürfen    eine    Teilzeitstelle    bei    einem    anderen    Arbeitgeber    aufnehmen    oder selbständig   arbeiten.   Hier   muss   Ihr   "eigentlicher"   Arbeitgeber   zustimmen   und   darf   innerhalb von vier Wochen aus dringenden, betrieblichen Gründen (oft Wettbewerb) ablehnen. Die Beantragung - Wie können wir helfen? Die   Regelungen   zur   Elternzeit   finden   sich   im   Bundeselterngeld-   und   Elternzeitgesetz   (BEEG) und   gelten   während   der   Elternzeit.   Sofern   Sie   in   die   Elternzeit   wechseln   möchten,   müssen   Sie zunächst zwei Dinge beachten: 1. Ihr Arbeitsverhältnis muss mindestens sechs Monate bestehen. 2. Der Betrieb Ihres Arbeitgebers muss mehr als 15 Mitarbeiter haben. Liegen    diese    beiden    Voraussetzungen    vor,    müssen    Sie    den    Antrag    auf    Elternzeit    sieben Wochen, bevor Sie die Elternzeit antreten möchten, bei Ihrem Arbeitgeber stellen. Sollte     ihr     Arbeitgeber     nicht     einverstanden     sein,     muss     er     Ihrem     Antrag     schriftlich widersprechen.    Tut    er    das    nicht,    gilt    Ihr    Antrag    als    genehmigt.    Eine    Ablehnung    und    die Durchsetzung    dieser    Ablehnung    wird    dem    Arbeitgeber    nicht    leicht    gemacht.    Er    muss betriebliche     Gründe     anführen     und     das     ist     eine     Formulierung,     die     viel     Raum     zum Argumentieren - für Sie! - lässt. Zugleich    stehen    die    Arbeitsgerichte    dem    Wunsch    eines    Arbeitnehmers    nach    Teilzeit/ Elternzeit   aufgeschlossen   und   eher   positiv   gegenüber,   sodaß   eine   Menge   an   "Material",   also Gerichtsentscheidungen,   inzwischen   vorhanden   ist,   welches   man   anführen   kann,   um   Ihren Anspruch   außergerichtlich   durchzusetzen.   Aber   auch,   wenn   es   zum   Prozess   kommt,   ist   die Erfolgsquote bei der Durchsetzung recht hoch. Hatten   Sie   ursprünglich   vor,   die   vollständige   Freistellung   von   drei   Jahren   in   Anspruch   zu nehmen    und    dies    auch    bei    Ihrem    Arbeitgeber    angemeldet,    können    Sie    auch    dann    noch Elternzeit oder Erziehungsurlaub beantragen, wenn sich Ihre Pläne nachträglich ändern. Falle   Sie   beabsichtigen,   die   nächsten   Jahre   nach   der   Elternzeit   in   Teilzeit   zu   arbeiten,   dann sollten    Sie    schon    während    der    Elternzeit    Teilzeitarbeit    beantragen.    Dieser    Anspruch    ist nämlich   leichter   durchzusetzen   und   wer   sich   nach   dem   BEEG   im   Erziehungsurlaub   einen Teilzeitarbeitsplatz   erkämpft   hat,   der   wird   ihn   später   nach   dem   TzBfG   nicht   mehr   so   schnell wieder verlieren.
Krankheit Nimmt   man   das   Wort   "arbeitsunfähig"   wörtlich,   so   begründen   eine   leichte   Erkältung   oder Magenverstimmung     nicht     unbedingt     eine     Arbeitsunfähigkeit.     Sind     Sie     aufgrund     einer Krankheit    arbeitsunfähig,    erhalten    Sie    in    der    Regel    sechs    Wochen    Ihren    Lohn    weiter    als Lohnfortzahlung.   Nach   sechs   Wochen   erhalten   Sie   Krankengeld,   das   Sie   bei   Ihrer   Krankenkasse beantragen    müssen.    Es    muss    sich    dabei    immer    noch    um    die    gleiche    Krankheit    handeln. Zwischenzeitliche   Besserung   mit   Wiederaufnahme   der   Arbeit   bedeutet   nicht   immer,   dass   die sechs   Wochen   neu   anfangen   zu   zählen.   Es   kann   sich   auch   um   eine   fortgesetzte   Krankheit handeln.   Wann muss ich den "gelben Schein" abgeben? Die   Tatsache,   dass   Sie   wegen   Krankheit   nicht   zur   Arbeit   erscheinen   können,   müssen   Sie   Ihrem Arbeitgeber   unverzüglich   mitteilen,   also   so   schnell   wie   möglich.   Dies   geschieht   in   der   Regel durch    einen    Anruf.    Ihr    Arbeitgeber    kann    verlangen,    dass    Sie    die    Arbeitsunfähigkeits- bescheinigung als Beweismittel für Ihre Krankheit ebenfalls unverzüglich abgeben. Bitte   beachten   Sie,   dass   hierzu   im   Arbeitsvertrag   eine   Regelung   vereinbart   sein   kann.   Wenn   in Ihrem   Arbeitsvertrag   nichts   diesbezüglich   geregelt   ist,   gilt   die   gesetzliche   Vorschrift   des   §5 EntgeltfortzahlungsG,   wonach   nach   drei   Kalendertagen   eine   ärztliche   Bescheinigung   über   das Bestehen und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit vorgelegt werden muss. Kündigung wegen Krankheit? In ganz bestimmten, eng begrenzten, Fällen ist eine Kündigung denkbar: Wenn    absehbar    ist,    dass    die    bisherige    Tätigkeit    aufgrund    von    Krankheit    nicht    wieder aufgenommen   werden   kann   oder   oft   folgende   Kurzerkrankungen   den   betrieblichen   Ablauf nachhaltig    stören.    Immer    sind    Prognosen    einzuholen    und    jeder    Fall    ist    gesondert    zu betrachten.   Sollte   Ihnen   eine   Kündigung   zugegangen   sein,   ist   zu   prüfen,   ob   sie   gerechtfertigt ist und welche Schritte zu unternehmen sind (Abfindung etc.). Hiervon   zu   unterscheiden   ist   die   Kündigung   aus   anderen   Gründen,   die   Sie   während   einer Krankheit erhalten. Dies ist grundsätzlich immer möglich.
Mobbing Mobbing    wird    von    den    Arbeitsgerichten    wie    folgt    definiert:    "Mobbinghandlungen    sind fortgesetzte,    aufeinander    aufbauende    oder    ineinander    übergreifende,    der    Anfeindung, Schikane    oder    Diskriminierung    dienende    Verhaltensweisen    am    Arbeitsplatz    gegenüber einzelnen   Mitarbeitern   zur   Erreichung   von   Zielen,   die   von   der   Rechtsordnung   nicht   gedeckt sind   und   die   jedenfalls   in   ihrer   Gesamtheit   das   allgemeine   Persönlichkeitsrecht,   die   Ehre   oder die Gesundheit des Mobbingopfers verletzen". Mobbing   kommt   vor,   wenn   ein   Arbeitnehmer   gezielt   aus   dem   Betrieb   gedrängt   werden   soll oder    weil    Menschen    mit    unterschiedlichen    Biographien,    Ängsten    und    sozialen    Defiziten aufeinandertreffen. Es   gibt   kein   "Anti-Mobbing-Gesetz"   und   es   ist   nicht   einfach,   Tatsachen   und   Situationen   so   zu erfassen,     dass     sie     vor     Gericht     Bestand     haben.     Die     subjektive     Wahrnehmung,     die Beweisführung    und    nicht    zuletzt    die    konkrete    Situation    machen    es    schwierig,    Mobbing gerichtlich festzustellen. Aber   dies   bedeutet   nicht,   dass   man   nichts   unternehmen   soll.   Arbeitgeber   sollten   es   tun,   um "klare    Kante"    gegenüber    den    Arbeitnehmern    zu    zeigen,    die    Kollegen    oder    Untergebene mobben     und     Betroffene,     um     sich     selbst     zu     schützen.     Denn     neben     den     greifbaren Auswirkungen am Arbeitsplatz entstehen psychische und seelische Belastungen. Mögliche Mobbing-Formen Tätlichkeiten (sexuelle) Belästigungen üble Nachreden bzw. Beleidigungen Versetzungen Abmahnungen Kündigungen Diskriminierungen soziale Isolation Missachtung der gewöhnlichen Höflichkeitsformen Verweigerung jeglicher kollegialer Hilfe kleinlichste Kontrolle der Arbeitsergebnisse Was können Sie gegen Mobbing tun? - Wie können wir helfen? Je   nachdem,   von   wem   Sie   sich   gemobbt   fühlen,   ist   ein   Gang   zum   Betriebsrat   oder   zum Arbeitgeber   anzuraten,   gegebenenfalls   auch   zu   beiden.   Ein   Arbeitgeber   hat   eine   Fürsorge- pflicht    gegenüber    seinen    Arbeitnehmer*innen,    er    muss    sie    vor    Kollegen*innen    und Vorgesetzten   schützen.   Sie   können   von   ihm   verlangen,   dass   mobbenden   Kollegen*innen oder Vorgesetzten abgemahnt bzw. gekündigt werden. Vielleicht   hilft   ja   auch   ein   gemeinsames,   klärendes   Gespräch,   an   dem   alle   Beteiligten,   somit auch   Sie,   mitwirken.   Weiterhin   haben   Sie   den   Anspruch   auf   Unterlassung,   Schadensersatz und   Schmerzensgeld.   Hier   können   Sie   sowohl   die   Kollegen*innen/Vorgesetzten   als   auch   den Arbeitgeber auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch nehmen. Ferner   besteht   ein   Schmerzensgeldanspruch,   sofern   Sie   aufgrund   des   Mobbings   erkranken. Dieses   Schmerzensgeld   wird   von   der   Rechtsprechung   meist   in   nicht   unerheblicher   Höhe festgesetzt.    Schlußendlich    besteht    ein    Schadensersatzanspruch,    sofern    Sie    aufgrund    der Mobbingattacken außerordentlich kündigen mussten. Als   Anwälte   vertreten   wir   selbstverständlich   Arbeitnehmer,   die   Mobbing   ausgesetzt   sind, mit    allen    uns    zur    Verfügung    stehenden    taktischen    und    juristischen    Mitteln.    Jeder    Fall bedarf   einer   individuellen   Vorgehensweise,   die   am   besten   in   einem   ersten   persönlichen Gespräch gemeinsam erörtert wird.
Mutterschutz Geltungsbereich des Mutterschutzes Das   Mutterschutz-Gesetz   gilt   für   alle   Arbeitnehmerinnen,   egal,   ob   sie   in   der   Verwaltung,   in Betrieben, in Familienhaushalten oder in der Landwirtschaft arbeiten. In diesen Arbeitsverhältnissen gilt der Mutterschutz: Vollzeit- und Teilzeitkräfte Aushilfen haupt- und nebenberufliche Arbeitnehmerinnen Arbeitnehmerinnen in einem Minijob Auszubildende Mitteilungspflicht und Nachweis Sobald     Sie     von     Ihrer     Schwangerschaft     erfahren,     sollten     Sie     Ihrem     Arbeitgeber     die Schwangerschaft   mitteilen.   Dieser   muss   die   Schwangerschaft   dann   der   Aufsichtsbehörde melden.    Es    besteht    für    Sie    als    werdende    Mutter    kein    Zwang,    die    Schwangerschaft mitzuteilen,    allerdings    verzichten    Sie    dann    auch    auf    die    im    Mutterschutz    geregelten Maßnahmen    zum    Arbeitsschutz.    Es    reicht    aus    zu    melden,    dass    eine    Schwangerschaft besteht. Wenn   es   der   Arbeitgeber   verlangt,   müssen   Sie   eine   Bescheinigung   des   Arztes   oder   der Hebamme über die Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin vorlegen. Bewerbungsgespräch - Einstellung Das    Bundesarbeitsgericht    (BAG)    erachtet    inzwischen    die    Frage    nach    einer    bestehenden Schwangerschaft    als    unzulässig.    Sollten    Sie    also    diese    Frage    wahrheitswidrig    verneinen, müssen Sie keine rechtlichen Konsequenzen fürchten. Kündigung - Küngigungsschutz Von   Beginn   der   Schwangerschaft   an   bis   zum   Ablauf   von   vier   Monaten   nach   der   Entbindung kann   Ihr   Arbeitgeber   Ihr   Arbeitsverhältnis   nicht   kündigen   (Ausnahmen   s.u.).   Gehen   Sie   in Elternzeit,   verlängert   sich   der   Kündigungsschutz   über   die   Frist   des   Mutterschutzgesetzes hinaus bis zum Ablauf der Elternzeit. Die    Frist    für    den    Beginn    des    Kündigungsschutzes    berechnet    sich    nach    dem    ärztlich attestierten     voraussichtlichen     Tag     der     Geburt     abzüglich     280     Tage.     Ausnahmen:     In besonderen   Fällen   kann   der   Arbeitgeber   bei   der   zuständigen   Behörde   ausnahmsweise   die Zulässigkeitserklärung      zur      Kündigung      beantragen.      Dies      wäre      z.B.      denkbar      bei Betriebsschließung oder auch bei schweren Pflichtverstößen der Schwangeren. Hat     Ihnen     Ihr     Arbeitgeber     vor     Bekanntgabe     der     Schwangerschaft     gekündigt,     Ihre Schwangerschaft aber schon bestanden, ist diese Kündigung unwirksam. Sie     müssen     jedoch     innerhalb     von     zwei     Wochen     nach     Erhalt     der     Kündigung     die Schwangerschaft   mitteilen   und   innerhalb   von   drei   Wochen   Klage   beim   Arbeitsgericht   gegen die Kündigung einreichen. Ist   eine   dieser   Fristen   bereits   verstrichen,   wenn   Sie   von   Ihrer   Schwangerschaft   Kenntnis erhalten,   können   Sie   innerhalb   von   zwei   Wochen   ab   Kenntnis   der   Schwangerschaft   einen Antrag auf nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage stellen. Arbeitsschutz Als   werdende   Mutter   haben   Sie   Anspruch   auf   Ruhezeiten,   besondere   Arbeitszeiten   etc.   Hier empfehlen   wir   die   Hamburg-Seite   zum   Thema   Mutterschutz.   Dort   finden   Sie   Antworten   auf häufige Fragen zum Mutterschutz sowie weitere Informationen.
Teilzeitarbeit Immer    mehr    Menschen    ist    es    wichtig,    Arbeit,    Leben    und    Familie    in    eine    ausgewogene Balance   zu   bringen.   Eine   Möglichkeit,   dies   auch   konkret   umzusetzen,   ist   Teilzeitarbeit:   Eine Arbeitsform, die unterschiedlichen Lebensmodellen und Lebensabschnitten Raum gibt. Es   kann   sein,   dass   Sie   für   einen   gewissen   Zeitraum   weniger   arbeiten   möchten,   um   sich   der Familie   zu   widmen   oder   die   Bekleidung   eines   Ehrenamtes   Ihnen   für   eine   bestimmte   Zeit wichtig ist. Andersherum   möchten   Sie   vielleicht   über   einen   Zeitraum   mehr   arbeiten,   weil   Sie   das   Geld   für die Abzahlung eines Kredits oder für eine besondere Anschaffung benötigen. Daher   soll   Teilzeitarbeit   positiv   gesehen   und   unterstützt   werden.   Hier   hat   der   Gesetzgeber zwei     "Extra-Gesetze"     erlassen,     das     Teilzeit-     und     Befristungsgesetz     (TzBfG)     sowie     das Bundeselterngeld-   und   Elternzeitgesetz.   Hier   widmen   wir   uns   dem   Teilzeitgesetz.   Sie   werden vielleicht   erstaunt   sein,   welche   Rechte   Sie   als   Teilzeitbeschäftigte/Teilzeitbeschäftigter   haben. Hier ein kleiner Überblick - übrigens gilt das Gesetz für Frauen und Männer gleichermaßen: Teilzeitarbeit muss möglich sein. Wenn Sie von einer Vollzeitbeschäftigung auf Teilzeit umstellen möchten, hat Ihr Arbeitgeber die Pflicht zu prüfen, ob dies im Betrieb möglich ist. Dies gilt auch bei Arbeitnehmern in leitender Position. Teilzeitarbeit muss angeboten werden. Bei einer Stellenausschreibung muss der Arbeitgeber prüfen, ob die Stelle auch als Teilzeitstelle angeboten werden kann. Liegen ihm innerbetrieblich Anfragen von Arbeitnehmern vor, die in eine Teilzeitstelle wechseln möchten, sind diese zu informieren. Berufliches Weiterkommen in Teilzeit: Sie haben als Teilzeitkraft die gleichen Rechte, an Aus- und Weiterbildungen teilzunehmen, wie vollbeschäftigte Kollegen*innen. Recht auf Teilzeit: Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass jede Arbeitnehmerin/jeder Arbeitnehmer einen Anspruch darauf hat, seine wöchentliche Arbeitszeit zu verkürzen. Definition Teilzeitarbeit: "Teilzeitbeschäftigt   sind   Arbeitnehmer,   deren   regelmäßige   Wochenarbeitszeit   kürzer   ist   als die    vergleichbarer    vollzeitbeschäftigter    Arbeitnehmer.",    s.    §2    Abs.    1    Satz    1    Teilzeit-    und Befristungsgesetz    (TzBfG).    Wenn    die    regelmäßige    Wochenarbeitszeit    von    Vollzeitkräften betriebsüblich   bei   40   Stunden   liegt,   gilt   man   also   schon   -   streng   genommen   -   bei   einer Wochenarbeitszeit   von   39   Stunden   als   teilzeitbeschäftigt.   Auch   sogenannte   Minijobber   sind als teilzeitbeschäftigt anzusehen. Umsetzung - Wie können wir helfen? Sofern Sie in eine Teilzeitstelle wechseln möchten, müssen Sie zunächst zwei Dinge beachten: 1. Ihr Arbeitsverhältnis muss mindestens sechs Monate bestehen 2. Das Unternehmen, in dem Sie arbeiten, muss mehr als 15 Mitarbeiter haben Liegen   diese   beiden   Voraussetzungen   vor,   müssen   Sie   den   Antrag   auf   Teilzeitarbeit   drei Monate bevor Sie in die Teilzeitarbeit wechseln möchten, bei Ihrem Arbeitgeber stellen. Sollte     ihr     Arbeitgeber     nicht     einverstanden     sein,     muss     er     Ihrem     Antrag     schriftlich widersprechen.   Tut   er   dies   nicht,   gilt   der   Teilzeitantrag   als   genehmigt.   Eine   Ablehnung   und die    Durchsetzung    dieser    Ablehung    wird    dem    Arbeitgeber    nicht    leicht    gemacht.    Er    muss "betriebliche    Gründe"    anführen    und    das    ist    eine    Formulierung,    die    viel    Raum    zum Argumentieren - für Sie! - lässt. Zugleich    stehen    die    Arbeitsgerichte    dem    Wunsch    eines    Arbeitnehmers    nach    Teilzeit aufgeschlossen   und   eher   positiv   gegenüber,   sodaß   inzwischen   eine   Menge   an   "Material", also    Gerichtsentscheidungen,    vorhanden    ist,    welches    man    anführen    kann,    um    Ihren Anspruch   außergerichtlich   durchzusetzen.   Aber   auch,   wenn   es   zum   Prozeß   kommt,   ist   die Erfolgsquote bei der Durchsetzung von Teilzeitansprüchen recht hoch.
Urlaub Urlaub     ist     wichtig     zum     Ausgleich     des     (Arbeits-)     Alltags     und     zur     Regeneration.     Das Bundesurlaubsgesetz   legt   die   Dauer   des   Mindesturlaubs   fest.   Der   gesetzliche   Mindesturlaub beträgt,   ausgehend   von   einer   Sechstagewoche,   24   Werktage,   was,   unter   Berücksichtigung einer    Fünftagewoche,    20    Arbeitstagen    entspricht.    Sie    kommen    also    Kraft    Gesetz    in    den Genuss   von   mindestens   vier   Wochen   Urlaub   im   Jahr.   Tarifvertraglich   bzw.   einzelvertraglich werden jedoch meist weitaus mehr Urlaubstage pro Jahr vereinbart. Ihr    Arbeitgeber    zahlt    ein    Urlaubsentgelt,    was    bedeutet,    dass    Ihr    Gehalt    während    Ihres Urlaubs   weiter   gezahlt   wird.   Anspruch   auf   Urlaubsgeld   -   also   auf   eine   Extra-Zahlung   neben dem monatlichen Gehalt - haben Sie nur, wenn dies ausdrücklich vertraglich vereinbart wird. Bei   der   Terminierung   des   Urlaubs   muss   der   Arbeitgeber   die   Wünsche   des   Arbeitnehmers berücksichtigen, wenn nicht dringende betriebliche Belange dagegen sprechen. Sie   sollten   Ihren   Urlaub   grundsätzlich   jeweils   bis   zum   31.   Dezember   des   Jahres   genommen haben.   Eine   Übertragung   ins   nächste   Jahr   und   die   dann   geltende   Frist   bis   zum   31.   März   ist nicht   immer   so   leicht,   wie   es   die   breite   Bevölkerung   denkt.   Nach   dem   Gesetz   geht   das   nur, wenn   man   aus   persönlichen   oder   betrieblichen   Gründen   gehindert   war,   den   Urlaub   für   das Jahr   ganz   aufzubrauchen.   Urlaub   für   die   geplante   Weltreise   im   nächsten   Jahr   aufzusparen funktioniert also nur in (bitte schriftlicher) Absprache mit dem Arbeitgeber. Sollte    bei    Beendigung    des    Arbeitsverhältnisses    noch    Resturlaub    bestehen,    so    muss    der Arbeitgeber diesen durch Zahlung abgelten. Krank im Urlaub Sind   Sie   während   des   Urlaubs   krank,   gelten   die   Krankheitstage   nicht   als   Urlaubstage.   Wie während     der     Arbeitszeit     ist     eine     Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung     dem     Arbeitgeber vorzulegen.   In   Absprache   -   nie   einfach   den   Urlaub   verlängern   -   können   die   Urlaubstage,   die Sie nicht gesund geniessen konnten, neu genommen werden. Kann ein bewilligter Urlaub widerrufen werden? Das   geht   nur   in   absoluten   Notfällen,   wenn   Ihre   Anwesenheit   zwingend   notwendig   ist   und   Ihr Arbeitgeber   keinen   anderen   Ausweg   sieht.   Dieser   Fall   liegt   in   der   Praxis   fast   nie   vor.   Sie   sind auch   nicht   verpflichtet,   in   Ihrem   Urlaub   für   den   Arbeitgeber   erreichbar   zu   sein.   Das   gilt   auch in Zeiten des Smartphones. Es gilt: keine Anrufe, keine Mails, kein Rückruf.
Versetzung In   Ihrem   Arbeitsvertrag   sind   Ort,   Zeit,   Inhalt   und   Umfang   geregelt,   meist   auch   konkret.   Ihr Arbeitgeber      kann      während      des      Arbeitsverhältnisses      diese      Punkte      jedoch      weiter konkretisieren, idealerweise zusammen mit Ihnen. Aber:    Je    konkreter    die    oben    genannten    Punkte    in    Ihrem    Vertrag    festgelegt    sind,    um    so weniger     Möglichkeiten     hat     Ihr     Arbeitgeber,     daran     zu     rütteln,     also     eine     Versetzung vorzunehmen. Sie können sich dagegen also wehren. Möchte      ihr      Arbeitgeber      gravierende      Veränderungen      vornehmen,      muss      er      eine Änderungskündigung    aussprechen,    gegen    die    Sie    unter    Umständen    gerichtlich    vorgehen können.
Zeugnis Sie     haben     als     Arbeitnehmer     einen     Anspruch     darauf,     dass     Ihnen     Ihr     Arbeitgeber     ein vollständiges    und    korrektes    Zeugnis    ausstellt.    Endet    ein    Arbeitsverhältnis    im    Streit    oder zumindest   nicht   "neutral",   gibt   das   Zeugnis   oft   Anlass   für   Ärger   und   Auseinandersetzungen.   Es kann   sein,   dass   ein   Arbeitgeber   das   Verfassen   des   Zeugnisses   als   Druckmittel   benutzt,   um   den Arbeitgeber   z.B.   eine   niedrigere   Abfindung   zahlen   zu   können   oder   um   einen   ggf.   anstehenden oder laufenden Kündigungsprozesses zu seinen Gunsten zu beeinflussen. In   Rechtsprechung   und   Praxis   hat   man   sich   darauf   verständigt,   dass   die   Tätigkeitsbereiche   des Arbeitnehmers    zutreffend    wiedergegeben    und    die    Formulierungen    wahrheitsgemäß    und wohlwollend sein müssen. Sie sehen, genug Spielraum nach allen Seiten. Folgende Zeugnisarten gibt es Sie geben Ihnen die Möglichkeit, zu jedem Zeitpunkt Ihres Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis zu erhalten.   Das Zwischenzeugnis: Sie    können    verlangen,    dass    Ihnen    während    Ihres    Arbeitsverhältnisses    ein    Arbeitszeugnis ausgestellt   wird,   etwa,   bevor   Sie   eine   neue   Chefin/einen   neuen   Chef   bekommen,   wenn   Sie versetzt   werden   oder   sich   bewerben   möchten.   Ein   Zwischenzeugnis   kann   auch   nützlich   sein, wenn    bei    der    Beendigung    eines    Arbeitsverhältnisses    beide    Parteien    sich    nicht    mehr wohlwollend    gegenüberstehen.    Dann    ist    es    schwierig(er),    sich    über    Formulierungen    zu einigen.   Ist   nun   ein   Zwischenzeugnis   ausgestellt   worden,   als   das   Arbeitsverhältnis   noch   intakt war,   kann   der   Arbeitgeber   hinter   dieses   Zeugnis   nicht   mehr   zurück,   sofern   es   nicht   zu   alt   ist. So    kann    es    aus    mehreren    taktischen    Erwägungen    heraus    sinnvoll    sein,    ab    und    an    ein Zwischenzeugnis zu verlangen. Das vorläufige Arbeitszeugnis: Wenn    klar    ist,    dass    Ihr    Arbeitsverhältnis    zu    einem    Zeitpunkt    X    beendet    wird,    haben    Sie Anspruch auf das vorläufige Arbeitszeugnis. Das Arbeitszeugnis: Dieses   Zeugnis   erhalten   Sie   nach   Beendigung   Ihres   Arbeitsverhältnisses,   gleichgültig   ob   Sie oder Ihr Arbeitgeber gekündigt hat oder die Firma insolvent etc. gegangen ist.
Kanzlei am Winterhuder Markt-E-Mail
Kanzlei am Winterhuder Markt
GUTMANN   ZANDER-BÖHM
040 414 334 500
Kanzlei am Winterhuder Markt
Kanzlei am Winterhuder Markt-Telefonnummer
Arbeitsrecht  >  Fragen und Probleme innerhalb eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses
direkt zu
Sie haben einen Job   und fühlen sich eigentlich wohl darin und möchten ihn behalten.   Sie denken aber, dass die Vorgehensweise Ihres Arbeitgebers Ihnen gegenüber nicht in Ordnung ist. Wenn kein klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber (mehr) möglich ist, ist es vielleicht Zeit, eine anwaltliche Beratung zu suchen. Hier   zunächst   einige   Informationen   zu   Situationen,   in   denen   Sie   vielleicht Rat   suchen.   Diese   Aufzählung   kann   nur   einen   Überblick   geben   aber   nicht jedes Problem erfassen.
Abmahnung Eine   Abmahnung   sollten   Sie   ernst   nehmen,   denn   sie   kann   eine   spätere Kündigung   nach   sich   ziehen.   Ihr   Arbeitgeber   mahnt   Sie   ab   und   schafft dadurch     die     Möglichkeit,     Sie     tatsächlich     im     Wiederholungsfalle     zu kündigen. Zu unterscheiden ist eine Ermahnung oder eine Verwarnung. Hier sieht Ihr Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht als gefährdet an. Entscheidend ist jedoch der Inhalt des Schreibens: Wenn   eine   Kündigungsandrohung   formuliert   ist,   gilt   das   Schreiben   als Abmahnung, gleichgültig, welche Überschrift über dem Text steht. Wann liegt eine Abmahnung vor? Ihr   Arbeitgeber   muss   nicht   sagen   "Jetzt   mahne   ich   Sie   ab".   Sobald   er   Sie erkennbar   auf   einen   Vertragsverstoß   oder   eine   Pflichtwidrigkeit   hinweist und   äußert,   dass   er   Ihr   Handeln   oder   Nicht-Handeln   beanstandet,   liegt eine   Abmahnung   vor.   Das   kann   er   mündlich   oder   schriftlich   tun.   Aber: Die   Abmahnung   ist   nur   dann   wirksam,   wenn   Ihr   Arbeitgeber   mit   dem Ausspruch     der     Abmahnung     konkret     mit     Konsequenzen,     also     einer Kündigung, droht. Wer darf Sie abmahnen? Jeder,      der      Ihnen      aufgrund      seiner      Aufgabenstellung      verbindliche Anweisungen   in   Bezug   auf   Ort,   Zeit   sowie   Art   und   Weise   geben   darf.   Die Anweisungen    müssen    sich    auf    die    von    Ihnen    vertraglich    geschuldete Arbeitsleistung    beziehen.    Es    muss    also    nicht    unbedingt    die    Person abmahnen, die später eine Kündigung aussprechen darf. Sie fühlen sich zu Unrecht abgemahnt? Suchen    Sie    zunächst    das    klärende    Gespräch    mit    Ihrem    Vorgesetzten. Führt   dies   zu   keinem   Ziel,   ist   es   gut,   sich   mit   einem   Anwalt   zu   beraten. Ziel    dabei    ist,    dass    die    Abmahnung    zurückgenommen    und    aus    Ihrer Personalakte entfernt wird. Hierbei   muss   Ihr   Arbeitgeber   die   Gründe   für   die   Abmahnung   beweisen. Mögliche      Gründe      für      eine      ungerechtfertigte      Abmahnung      sind: unzutreffende     Tatsachen,     Abmahnung     wegen     Bagatellen,     zu     spät ausgesprochene   Abmahnung,   unsachliche   Wortwahl   oder   unzureichende Beweisführung. Vielleicht    kennen    Sie    den    Satz:    "Drei    Abmahnungen    müssen    es    sein, davor   passiert   nichts."   Das   ist   falsch.   Es   kann   sein,   dass   der   Verstoß   so schwerwiegend     ist,     dass     eine     oder     zwei     Abmahnungen     für     eine Kündigung    genügen.    Es    kann    aber    auch    sein,    dass    der    Verstoß    eine Bagatelle   ist,   bei   der   (wesentlich)   mehr   als   drei   Abmahnungen   erfolgen müssen, bis eine Kündigung möglich ist. Außerdem   verlieren   Abmahnungen   mit   der   Zeit   ihre   Geltung.   Eventuell muss    der    Arbeitgeber    auch    im    Wiederholungsfalle    zunächst    erneut abmahnen   und   an   die   Vertragspflichten   erinnern.   Die   Verjährungsfristen sind     aber     nirgends     festgeschrieben.     Im     Streitfall     werden     sie     vom Arbeitsrichter    bemessen.    Dabei    gilt    die    Faustformel:    Je    kleiner    der Verstoß    durch    den    Arbeitnehmer,    desto    schneller    verliert    die    darauf bezogene Abmahnung ihre Wirkung.   Wie können wir helfen? Bevor   Sie   gegebenenfalls   sogar   auf   Entfernung   der   Abmahnung   aus   der Personalakte   klagen,   besprechen   wir,   ob   dies   insgesamt   taktisch   sinnvoll ist        und        das        Vertrauensverhältnis        zum        Arbeitgeber        nicht unverhältnismäßig   belastet.   Wir   möchten   Sie   davor   bewahren,   sich   "ins eigene Fleisch zu schneiden".  
Abmahnung-Anwalt-Hamburg-Winterhude Arbeitszeugnis-Anwalt-Hamburg-Winterhude Mobbing bei der Arbeit-Anwalt-Hamburg-Winterhude
Arbeitslohn Die   Höhe   des   Arbeitslohns   ist   durch   den   Arbeitsvertrag   oder   durch   den Tarifvertrag     festgelegt.     Sie     als     Arbeitnehmerin     oder     Arbeitnehmer schulden    Ihrem    Arbeitgeber    die    im    Arbeitsvertrag    festgelegte    Arbeits- leistung.    Dafür    schuldet    Ihnen    Ihr    Arbeitgeber    die    im    Arbeits-    oder Tarifvertrag   genannte   Vergütung   zur   ebenfalls   dort   genannten   Abrech- nungszeit.   Wir   gehen   auf   die   Fälle   ein,   die   oft   Unsicherheit   bei   Ihnen   als Arbeitnehmer auslösen. Lohnrückstand Zahlt      Ihr      Arbeitgeber      den      Arbeitslohn      nicht,      haben      Sie      zwei Möglichkeiten: Sie halten Ihre Arbeitsleistung zurück, bis der rückständige Lohnanspruch vollständig beglichen ist Sie klagen Ihren Bruttolohn vor Gericht ein Wenn Arbeitgeber Lohnzahlungen zurückhalten Oft   halten   Arbeitgeber   Lohn   zurück,   um   z.B.   im   Rahmen   einer   Kündigung Druck   auszuüben.   Hier   können   Sie   von   Ihrem   Recht   auf   Zurückhaltung Ihrer     Arbeitskraft     gebrauch     machen,     ohne     den     Lohnanspruch     zu verlieren. Oder    Arbeitgeber    halten    Lohn    zurück,    weil    sie    Schäden,    die    Sie    als Arbeitnehmer   vermeintlich   oder   tatsächlich   verursacht   haben,   als   eine Art   Schadensersatzanspruch   mit   Ihrem   Lohn   aufrechnen   wollen.   Dies   ist in den allermeisten Fällen aus folgenden Gründen falsch: Der Arbeitnehmer darf, wenn überhaupt, nur bis zur gesetzlichen Pfändungsfreigrenze aufrechnen. Das Arbeitsrecht sieht bei Schäden, die Arbeitnehmer verursachen, eine abgestufte Haftung vor, die fast nie eine vollständige Schadensersatzleistung zur Folge hat. Haften Arbeitnehmer für Schäden, die   sie   bei   Ausübung   ihrer   Tätigkeit   verursacht   haben   und   in   welcher Höhe? Auch   im   Arbeitsrecht   gelten   die   Vorschriften   des   BGB,   die   besagen,   dass Menschen   schon   bei   leichter   Fahrlässigkeit   für   Schäden   haften   müssen, die   sie   verursacht   haben.   Doch   wird   eine   Übertragung   eins   zu   eins   auf   die Tätigkeiten im Rahmen der Arbeit als ungerecht empfunden. Sicher kennen Sie den Satz "Wer arbeitet, der macht auch Fehler". Diesem     Gedanken     soll     Rechnung     getragen     werden.     Es     gibt     ein dreistufiges Haftungsmodell mit folgender Aufteilung: Leichte Fahrlässigkeit: Der Arbeitnehmer haftet nicht Mittlere Fahrlässigkeit: Die Haftung wird zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer nach Quote geteilt Grobe Fahrlässigkeit bzw. Vorsatz: Der Arbeitnehmer haftet in der Regel vollständig, wobei jedoch die vom Arbeitgeber erlangte Vergütung eine Rolle spielt. Die Beweislast trägt der Arbeitgeber
Bei Betriebsübergang  ein neuer Arbeitsvertrag? Nicht nötig! Bei    einem    Betriebsübergang    übernimmt    ein    neuer    Arbeitgeber    den gesamten    Betrieb    oder    wesentliche    Teile,    um    den    Betrieb    des    alten Arbeitgebers   in   seinem   Namen   fortzuführen.   Alle   Arbeitsverhältnisse   der vom   Betriebsübergang   betroffenen   Arbeitnehmer   gehen   auf   den   neuen Arbeitgeber über; dieser erwirbt also den Betrieb mit "Mann und Maus". Oft   möchte   der   Arbeitgeber   mit   Ihnen   dann   einen   neuen   Arbeitsvertrag abschließen,   etwa   unter   dem   Vorwand,   dass   ja   noch   der   Name   des   alten Arbeitgebers     im     Vertrag     genannt     ist.     Hier     sollten     Sie     nicht     sofort unterschreiben.   Ihnen   wird   ein   neuer   Arbeitsvertrag   vorgelegt,   der   genau zu      prüfen      ist.      Nicht      selten      sind      mit      dem      neuen      Vertrag Verschlechterungen   verbunden,   die   aber   erst   auf   den   zweiten   Blick   zu erkennen sind. Das   können   z.B.   Betriebsvereinbarungen   und   tarifliche   Regelungen   sein. Schnell    können    Vergünstigungen    Ihres    geltenden    Arbeitsvertrags    mit einer Unterschrift aufgegeben sein. Nochmal: Es    besteht    kein    Grund,    einen    neuen    Vertrag    "nur    wegen    des    neuen Namens" oder ähnlicher fadenscheiniger Gründe zu unterschreiben.
Elterngeld und Elternzeit Kann ich während des Elterngeldbezugs erwerbstätig sein? Sie    dürfen    arbeiten,    wenn    Sie    nicht    mehr    als    30    Wochenstunden    im Durchschnitt   eines   Monats   arbeiten.   Sie   dürfen   einer   Beschäftigung   zur Berufsbildung   nachgehen.   Sie   dürfen   als   Tagesmutter   arbeiten,   wenn   Sie hierfür   gemäß   §23   SGB   VIII   geeignet   sind   und   nicht   mehr   als   fünf   Kinder in Tagespflege betreuen. Kann ich während der Elternzeit erwerbstätig sein? Sie   dürfen   es,   wenn   Sie   nicht   mehr   als   30   Stunden   pro   Woche   arbeiten. Sie   dürfen   einer   Beschäftigung   zur   Berufsbildung   nachgehen.   Sie   dürfen als   Tagesmutter   arbeiten,   wenn   Sie   hierfür   gemäß   §23   SGB   VIII   geeignet sind   und   nicht   mehr   als   fünf   Kinder   in   Tagespflege   betreuen.   Sie   dürfen eine    Teilzeitstelle    bei    einem    anderen    Arbeitgeber    aufnehmen    oder selbständig      arbeiten.      Hier      muss      Ihr      "eigentlicher"      Arbeitgeber zustimmen    und    darf    innerhalb    von    vier    Wochen    aus    dringenden, betrieblichen Gründen (oft Wettbewerb) ablehnen. Die Beantragung - Wie können wir helfen? Die    Regelungen    zur    Elternzeit    finden    sich    im    Bundeselterngeld-    und Elternzeitgesetz   (BEEG)   und   gelten   während   der   Elternzeit.   Sofern   Sie   in die    Elternzeit    wechseln    möchten,    müssen    Sie    zunächst    zwei    Dinge beachten: 1. Ihr Arbeitsverhältnis muss mindestens sechs Monate bestehen. 2. Der    Betrieb    Ihres    Arbeitgebers    muss    mehr    als    15    Mitarbeiter haben. Liegen   diese   beiden   Voraussetzungen   vor,   müssen   Sie   den   Antrag   auf Elternzeit   sieben   Wochen,   bevor   Sie   die   Elternzeit   antreten   möchten,   bei Ihrem Arbeitgeber stellen. Sollte   ihr   Arbeitgeber   nicht   einverstanden   sein,   muss   er   Ihrem   Antrag schriftlich   widersprechen.   Tut   er   das   nicht,   gilt   Ihr   Antrag   als   genehmigt. Eine    Ablehnung    und    die    Durchsetzung    dieser    Ablehnung    wird    dem Arbeitgeber   nicht   leicht   gemacht.   Er   muss   betriebliche   Gründe   anführen und   das   ist   eine   Formulierung,   die   viel   Raum   zum   Argumentieren   -   für Sie! - lässt. Zugleich   stehen   die   Arbeitsgerichte   dem   Wunsch   eines   Arbeitnehmers nach    Teilzeit/    Elternzeit    aufgeschlossen    und    eher    positiv    gegenüber, sodaß     eine     Menge     an     "Material",     also     Gerichtsentscheidungen, inzwischen    vorhanden    ist,    welches    man    anführen    kann,    um    Ihren Anspruch    außergerichtlich    durchzusetzen.    Aber    auch,    wenn    es    zum Prozess kommt, ist die Erfolgsquote bei der Durchsetzung recht hoch. Hatten   Sie   ursprünglich   vor,   die   vollständige   Freistellung   von   drei   Jahren in     Anspruch     zu     nehmen     und     dies     auch     bei     Ihrem     Arbeitgeber angemeldet,       können       Sie       auch       dann       noch       Elternzeit       oder Erziehungsurlaub beantragen, wenn sich Ihre Pläne nachträglich ändern. Falle   Sie   beabsichtigen,   die   nächsten   Jahre   nach   der   Elternzeit   in   Teilzeit zu   arbeiten,   dann   sollten   Sie   schon   während   der   Elternzeit   Teilzeitarbeit beantragen.   Dieser   Anspruch   ist   nämlich   leichter   durchzusetzen   und   wer sich    nach    dem    BEEG    im    Erziehungsurlaub    einen    Teilzeitarbeitsplatz erkämpft   hat,   der   wird   ihn   später   nach   dem   TzBfG   nicht   mehr   so   schnell wieder verlieren.
Krankheit Nimmt    man    das    Wort    "arbeitsunfähig"    wörtlich,    so    begründen    eine leichte     Erkältung     oder     Magenverstimmung     nicht     unbedingt     eine Arbeitsunfähigkeit.    Sind    Sie    aufgrund    einer    Krankheit    arbeitsunfähig, erhalten     Sie     in     der     Regel     sechs     Wochen     Ihren     Lohn     weiter     als Lohnfortzahlung.   Nach   sechs   Wochen   erhalten   Sie   Krankengeld,   das   Sie bei   Ihrer   Krankenkasse   beantragen   müssen.   Es   muss   sich   dabei   immer noch   um   die   gleiche   Krankheit   handeln.   Zwischenzeitliche   Besserung   mit Wiederaufnahme    der    Arbeit    bedeutet    nicht    immer,    dass    die    sechs Wochen   neu   anfangen   zu   zählen.   Es   kann   sich   auch   um   eine   fortgesetzte Krankheit handeln.   Wann muss ich den "gelben Schein" abgeben? Die    Tatsache,    dass    Sie    wegen    Krankheit    nicht    zur    Arbeit    erscheinen können,   müssen   Sie   Ihrem   Arbeitgeber   unverzüglich   mitteilen,   also   so schnell   wie   möglich.   Dies   geschieht   in   der   Regel   durch   einen   Anruf.   Ihr Arbeitgeber      kann      verlangen,      dass      Sie      die      Arbeitsunfähigkeits- bescheinigung   als   Beweismittel   für   Ihre   Krankheit   ebenfalls   unverzüglich abgeben. Bitte     beachten     Sie,     dass     hierzu     im     Arbeitsvertrag     eine     Regelung vereinbart   sein   kann.   Wenn   in   Ihrem   Arbeitsvertrag   nichts   diesbezüglich geregelt   ist,   gilt   die   gesetzliche   Vorschrift   des   §5   EntgeltfortzahlungsG, wonach   nach   drei   Kalendertagen   eine   ärztliche   Bescheinigung   über   das Bestehen   und   die   voraussichtliche   Dauer   der   Arbeitsunfähigkeit   vorgelegt werden muss. Kündigung wegen Krankheit? In ganz bestimmten, eng begrenzten, Fällen ist eine Kündigung denkbar: Wenn   absehbar   ist,   dass   die   bisherige   Tätigkeit   aufgrund   von   Krankheit nicht      wieder      aufgenommen      werden      kann      oder      oft      folgende Kurzerkrankungen    den    betrieblichen    Ablauf    nachhaltig    stören.    Immer sind   Prognosen   einzuholen   und   jeder   Fall   ist   gesondert   zu   betrachten. Sollte    Ihnen    eine    Kündigung    zugegangen    sein,    ist    zu    prüfen,    ob    sie gerechtfertigt   ist   und   welche   Schritte   zu   unternehmen   sind   (Abfindung etc.). Hiervon   zu   unterscheiden   ist   die   Kündigung   aus   anderen   Gründen,   die   Sie während einer Krankheit erhalten. Dies ist grundsätzlich immer möglich.
Mobbing Mobbing      wird      von      den      Arbeitsgerichten      wie      folgt      definiert: "Mobbinghandlungen    sind    fortgesetzte,    aufeinander    aufbauende    oder ineinander   übergreifende,   der   Anfeindung,   Schikane   oder   Diskriminierung dienende      Verhaltensweisen      am      Arbeitsplatz      gegenüber      einzelnen Mitarbeitern   zur   Erreichung   von   Zielen,   die   von   der   Rechtsordnung   nicht gedeckt    sind    und    die    jedenfalls    in    ihrer    Gesamtheit    das    allgemeine Persönlichkeitsrecht,   die   Ehre   oder   die   Gesundheit   des   Mobbingopfers verletzen". Mobbing   kommt   vor,   wenn   ein   Arbeitnehmer   gezielt   aus   dem   Betrieb gedrängt     werden     soll     oder     weil     Menschen     mit     unterschiedlichen Biographien, Ängsten und sozialen Defiziten aufeinandertreffen. Es   gibt   kein   "Anti-Mobbing-Gesetz"   und   es   ist   nicht   einfach,   Tatsachen und   Situationen   so   zu   erfassen,   dass   sie   vor   Gericht   Bestand   haben.   Die subjektive    Wahrnehmung,    die    Beweisführung    und    nicht    zuletzt    die konkrete      Situation      machen      es      schwierig,      Mobbing      gerichtlich festzustellen. Aber   dies   bedeutet   nicht,   dass   man   nichts   unternehmen   soll.   Arbeitgeber sollten   es   tun,   um   "klare   Kante"   gegenüber   den   Arbeitnehmern   zu   zeigen, die   Kollegen   oder   Untergebene   mobben   und   Betroffene,   um   sich   selbst   zu schützen.    Denn    neben    den    greifbaren    Auswirkungen    am    Arbeitsplatz entstehen psychische und seelische Belastungen. Mögliche Mobbing-Formen Tätlichkeiten (sexuelle) Belästigungen üble Nachreden bzw. Beleidigungen Versetzungen Abmahnungen Kündigungen Diskriminierungen soziale Isolation Missachtung der gewöhnlichen Höflichkeitsformen Verweigerung jeglicher kollegialer Hilfe kleinlichste Kontrolle der Arbeitsergebnisse Was können Sie gegen Mobbing tun? - Wie können wir helfen? Je    nachdem,    von    wem    Sie    sich    gemobbt    fühlen,    ist    ein    Gang    zum Betriebsrat    oder    zum    Arbeitgeber    anzuraten,    gegebenenfalls    auch    zu beiden.    Ein    Arbeitgeber    hat    eine    Fürsorge-pflicht    gegenüber    seinen Arbeitnehmer*innen,   er   muss   sie   vor   Kollegen*innen   und   Vorgesetzten schützen.      Sie      können      von      ihm      verlangen,      dass      mobbenden Kollegen*innen oder Vorgesetzten abgemahnt bzw. gekündigt werden. Vielleicht   hilft   ja   auch   ein   gemeinsames,   klärendes   Gespräch,   an   dem   alle Beteiligten,     somit     auch     Sie,     mitwirken.     Weiterhin     haben     Sie     den Anspruch   auf   Unterlassung,   Schadensersatz   und   Schmerzensgeld.   Hier können    Sie    sowohl    die    Kollegen*innen/Vorgesetzten    als    auch    den Arbeitgeber auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch nehmen.   Ferner    besteht    ein    Schmerzensgeldanspruch,    sofern    Sie    aufgrund    des Mobbings       erkranken.       Dieses       Schmerzensgeld       wird       von       der Rechtsprechung      meist      in      nicht      unerheblicher      Höhe      festgesetzt. Schlußendlich   besteht   ein   Schadensersatzanspruch,   sofern   Sie   aufgrund der Mobbingattacken außerordentlich kündigen mussten. Als     Anwälte     vertreten     wir     selbstverständlich     Arbeitnehmer,     die Mobbing    ausgesetzt    sind,    mit    allen    uns    zur    Verfügung    stehenden taktischen      und      juristischen      Mitteln.      Jeder      Fall      bedarf      einer individuellen     Vorgehensweise,     die     am     besten     in     einem     ersten persönlichen Gespräch gemeinsam erörtert wird.  
Mutterschutz Geltungsbereich des Mutterschutzes Das   Mutterschutz-Gesetz   gilt   für   alle   Arbeitnehmerinnen,   egal,   ob   sie   in der     Verwaltung,     in     Betrieben,     in     Familienhaushalten     oder     in     der Landwirtschaft arbeiten. In diesen Arbeitsverhältnissen gilt der Mutterschutz: Vollzeit- und Teilzeitkräfte Aushilfen haupt- und nebenberufliche Arbeitnehmerinnen Arbeitnehmerinnen in einem Minijob Auszubildende Mitteilungspflicht und Nachweis Sobald    Sie    von    Ihrer    Schwangerschaft    erfahren,    sollten    Sie    Ihrem Arbeitgeber       die       Schwangerschaft       mitteilen.       Dieser       muss       die Schwangerschaft   dann   der   Aufsichtsbehörde   melden.   Es   besteht   für   Sie als    werdende    Mutter    kein    Zwang,    die    Schwangerschaft    mitzuteilen, allerdings   verzichten   Sie   dann   auch   auf   die   im   Mutterschutz   geregelten Maßnahmen    zum    Arbeitsschutz.    Es    reicht    aus    zu    melden,    dass    eine Schwangerschaft besteht. Wenn   es   der   Arbeitgeber   verlangt,   müssen   Sie   eine   Bescheinigung   des Arztes     oder     der     Hebamme     über     die     Schwangerschaft     und     den voraussichtlichen Geburtstermin vorlegen. Bewerbungsgespräch - Einstellung Das   Bundesarbeitsgericht   (BAG)   erachtet   inzwischen   die   Frage   nach   einer bestehenden   Schwangerschaft   als   unzulässig.   Sollten   Sie   also   diese   Frage wahrheitswidrig   verneinen,   müssen   Sie   keine   rechtlichen   Konsequenzen fürchten. Kündigung - Küngigungsschutz Von   Beginn   der   Schwangerschaft   an   bis   zum   Ablauf   von   vier   Monaten nach    der    Entbindung    kann    Ihr    Arbeitgeber    Ihr    Arbeitsverhältnis    nicht kündigen   (Ausnahmen   s.u.).   Gehen   Sie   in   Elternzeit,   verlängert   sich   der Kündigungsschutz    über    die    Frist    des    Mutterschutzgesetzes    hinaus    bis zum Ablauf der Elternzeit. Die   Frist   für   den   Beginn   des   Kündigungsschutzes   berechnet   sich   nach dem   ärztlich   attestierten   voraussichtlichen   Tag   der   Geburt   abzüglich   280 Tage.   Ausnahmen:   In   besonderen   Fällen   kann   der   Arbeitgeber   bei   der zuständigen     Behörde     ausnahmsweise     die     Zulässigkeitserklärung     zur Kündigung   beantragen.   Dies   wäre   z.B.   denkbar   bei   Betriebsschließung oder auch bei schweren Pflichtverstößen der Schwangeren. Hat     Ihnen     Ihr     Arbeitgeber     vor     Bekanntgabe     der     Schwangerschaft gekündigt,     Ihre     Schwangerschaft     aber     schon     bestanden,     ist     diese Kündigung unwirksam. Sie     müssen     jedoch     innerhalb     von     zwei     Wochen     nach     Erhalt     der Kündigung     die     Schwangerschaft     mitteilen     und     innerhalb     von     drei Wochen Klage beim Arbeitsgericht gegen die Kündigung einreichen. Ist     eine     dieser     Fristen     bereits     verstrichen,     wenn     Sie     von     Ihrer Schwangerschaft    Kenntnis    erhalten,    können    Sie    innerhalb    von    zwei Wochen   ab   Kenntnis   der   Schwangerschaft   einen   Antrag   auf   nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage stellen. Arbeitsschutz Als   werdende   Mutter   haben   Sie   Anspruch   auf   Ruhezeiten,   besondere Arbeitszeiten    etc.    Hier    empfehlen    wir    die    Hamburg-Seite    zum    Thema Mutterschutz.    Dort    finden    Sie    Antworten    auf    häufige    Fragen    zum Mutterschutz sowie weitere Informationen.
Teilzeitarbeit Immer   mehr   Menschen   ist   es   wichtig,   Arbeit,   Leben   und   Familie   in   eine ausgewogene   Balance   zu   bringen.   Eine   Möglichkeit,   dies   auch   konkret umzusetzen,    ist    Teilzeitarbeit:    Eine    Arbeitsform,    die    unterschiedlichen Lebensmodellen und Lebensabschnitten Raum gibt. Es    kann    sein,    dass    Sie    für    einen    gewissen    Zeitraum    weniger    arbeiten möchten,    um    sich    der    Familie    zu    widmen    oder    die    Bekleidung    eines Ehrenamtes Ihnen für eine bestimmte Zeit wichtig ist. Andersherum   möchten   Sie   vielleicht   über   einen   Zeitraum   mehr   arbeiten, weil   Sie   das   Geld   für   die   Abzahlung   eines   Kredits   oder   für   eine   besondere Anschaffung benötigen. Daher   soll   Teilzeitarbeit   positiv   gesehen   und   unterstützt   werden.   Hier   hat der     Gesetzgeber     zwei     "Extra-Gesetze"     erlassen,     das     Teilzeit-     und Befristungsgesetz        (TzBfG)        sowie        das        Bundeselterngeld-        und Elternzeitgesetz.    Hier    widmen    wir    uns    dem    Teilzeitgesetz.    Sie    werden vielleicht           erstaunt           sein,           welche           Rechte           Sie           als Teilzeitbeschäftigte/Teilzeitbeschäftigter   haben.   Hier   ein   kleiner   Überblick - übrigens gilt das Gesetz für Frauen und Männer gleichermaßen: Teilzeitarbeit muss möglich sein. Wenn Sie von einer Vollzeit- beschäftigung auf Teilzeit umstellen möchten, hat Ihr Arbeitgeber die Pflicht zu prüfen, ob dies im Betrieb möglich ist. Dies gilt auch bei Arbeitnehmern in leitender Position. Teilzeitarbeit muss angeboten werden. Bei einer Stellen- ausschreibung muss der Arbeitgeber prüfen, ob die Stelle auch als Teilzeitstelle angeboten werden kann. Liegen ihm innerbetrieblich Anfragen von Arbeitnehmern vor, die in eine Teilzeitstelle wechseln möchten, sind diese zu informieren. Berufliches Weiterkommen in Teilzeit: Sie haben als Teilzeitkraft die gleichen Rechte, an Aus- und Weiterbildungen teilzunehmen, wie vollbeschäftigte Kollegen*innen. Recht auf Teilzeit: Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass jede Arbeitnehmerin/jeder Arbeitnehmer einen Anspruch darauf hat, seine wöchentliche Arbeitszeit zu verkürzen. Definition Teilzeitarbeit: "Teilzeitbeschäftigt         sind         Arbeitnehmer,         deren         regelmäßige Wochenarbeitszeit   kürzer   ist   als   die   vergleichbarer   vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer.",   s.   §2   Abs.   1   Satz   1   Teilzeit-   und   Befristungsgesetz   (TzBfG). Wenn       die       regelmäßige       Wochenarbeitszeit       von       Vollzeitkräften betriebsüblich    bei    40    Stunden    liegt,    gilt    man    also    schon    -    streng genommen     -     bei     einer     Wochenarbeitszeit     von     39     Stunden     als teilzeitbeschäftigt.         Auch         sogenannte         Minijobber         sind         als teilzeitbeschäftigt anzusehen. Umsetzung - Wie können wir helfen? Sofern Sie in eine Teilzeitstelle wechseln möchten, müssen Sie zunächst zwei Dinge beachten: 1. Ihr Arbeitsverhältnis muss mindestens sechs Monate bestehen 2. Das Unternehmen, in dem Sie arbeiten, muss mehr als 15 Mitarbeiter haben Liegen   diese   beiden   Voraussetzungen   vor,   müssen   Sie   den   Antrag   auf Teilzeitarbeit    drei    Monate    bevor    Sie    in    die    Teilzeitarbeit    wechseln möchten, bei Ihrem Arbeitgeber stellen. Sollte   ihr   Arbeitgeber   nicht   einverstanden   sein,   muss   er   Ihrem   Antrag schriftlich    widersprechen.    Tut    er    dies    nicht,    gilt    der    Teilzeitantrag    als genehmigt.   Eine   Ablehnung   und   die   Durchsetzung   dieser   Ablehung   wird dem   Arbeitgeber   nicht   leicht   gemacht.   Er   muss   "betriebliche   Gründe" anführen     und     das     ist     eine     Formulierung,     die     viel     Raum     zum Argumentieren - für Sie! - lässt. Zugleich   stehen   die   Arbeitsgerichte   dem   Wunsch   eines   Arbeitnehmers nach     Teilzeit     aufgeschlossen     und     eher     positiv     gegenüber,     sodaß inzwischen    eine    Menge    an    "Material",    also    Gerichtsentscheidungen, vorhanden     ist,     welches     man     anführen     kann,     um     Ihren     Anspruch außergerichtlich   durchzusetzen.   Aber   auch,   wenn   es   zum   Prozeß   kommt, ist   die   Erfolgsquote   bei   der   Durchsetzung   von   Teilzeitansprüchen   recht hoch.
Urlaub Urlaub     ist     wichtig     zum     Ausgleich     des     (Arbeits-)     Alltags     und     zur Regeneration.       Das       Bundesurlaubsgesetz       legt       die       Dauer       des Mindesturlaubs   fest.   Der   gesetzliche   Mindesturlaub   beträgt,   ausgehend von    einer    Sechstagewoche,    24    Werktage,    was,    unter    Berücksichtigung einer   Fünftagewoche,   20   Arbeitstagen   entspricht.   Sie   kommen   also   Kraft Gesetz    in    den    Genuss    von    mindestens    vier    Wochen    Urlaub    im    Jahr. Tarifvertraglich   bzw.   einzelvertraglich   werden   jedoch   meist   weitaus   mehr Urlaubstage pro Jahr vereinbart. Ihr   Arbeitgeber   zahlt   ein   Urlaubsentgelt,   was   bedeutet,   dass   Ihr   Gehalt während   Ihres   Urlaubs   weiter   gezahlt   wird.   Anspruch   auf   Urlaubsgeld   - also   auf   eine   Extra-Zahlung   neben   dem   monatlichen   Gehalt   -   haben   Sie nur, wenn dies ausdrücklich vertraglich vereinbart wird. Bei   der   Terminierung   des   Urlaubs   muss   der   Arbeitgeber   die   Wünsche   des Arbeitnehmers     berücksichtigen,     wenn     nicht     dringende     betriebliche Belange dagegen sprechen. Sie   sollten   Ihren   Urlaub   grundsätzlich   jeweils   bis   zum   31.   Dezember   des Jahres    genommen    haben.    Eine    Übertragung    ins    nächste    Jahr    und    die dann   geltende   Frist   bis   zum   31.   März   ist   nicht   immer   so   leicht,   wie   es   die breite   Bevölkerung   denkt.   Nach   dem   Gesetz   geht   das   nur,   wenn   man   aus persönlichen   oder   betrieblichen   Gründen   gehindert   war,   den   Urlaub   für das    Jahr    ganz    aufzubrauchen.    Urlaub    für    die    geplante    Weltreise    im nächsten    Jahr    aufzusparen    funktioniert    also    nur    in    (bitte    schriftlicher) Absprache mit dem Arbeitgeber. Sollte      bei      Beendigung      des      Arbeitsverhältnisses      noch      Resturlaub bestehen, so muss der Arbeitgeber diesen durch Zahlung abgelten. Krank im Urlaub Sind   Sie   während   des   Urlaubs   krank,   gelten   die   Krankheitstage   nicht   als Urlaubstage.          Wie          während          der          Arbeitszeit          ist          eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung      dem      Arbeitgeber      vorzulegen.      In Absprache   -   nie   einfach   den   Urlaub   verlängern   -   können   die   Urlaubstage, die Sie nicht gesund geniessen konnten, neu genommen werden. Kann ein bewilligter Urlaub widerrufen werden? Das   geht   nur   in   absoluten   Notfällen,   wenn   Ihre   Anwesenheit   zwingend notwendig   ist   und   Ihr   Arbeitgeber   keinen   anderen   Ausweg   sieht.   Dieser Fall   liegt   in   der   Praxis   fast   nie   vor.   Sie   sind   auch   nicht   verpflichtet,   in Ihrem   Urlaub   für   den   Arbeitgeber   erreichbar   zu   sein.   Das   gilt   auch   in Zeiten des Smartphones. Es gilt: keine Anrufe, keine Mails, kein Rückruf.
Versetzung In   Ihrem   Arbeitsvertrag   sind   Ort,   Zeit,   Inhalt   und   Umfang   geregelt, meist      auch      konkret.      Ihr      Arbeitgeber      kann      während      des Arbeitsverhältnisses     diese     Punkte     jedoch     weiter     konkretisieren, idealerweise zusammen mit Ihnen. Aber:    Je    konkreter    die    oben    genannten    Punkte    in    Ihrem    Vertrag festgelegt    sind,    um    so    weniger    Möglichkeiten    hat    Ihr    Arbeitgeber, daran   zu   rütteln,   also   eine   Versetzung   vorzunehmen.   Sie   können   sich dagegen also wehren. Möchte    ihr    Arbeitgeber    gravierende    Veränderungen    vornehmen, muss   er   eine   Änderungskündigung   aussprechen,   gegen   die   Sie   unter Umständen gerichtlich vorgehen können.
Zeugnis Sie   haben   als   Arbeitnehmer   einen   Anspruch   darauf,   dass   Ihnen   Ihr Arbeitgeber   ein   vollständiges   und   korrektes   Zeugnis   ausstellt.   Endet ein   Arbeitsverhältnis   im   Streit   oder   zumindest   nicht   "neutral",   gibt   das Zeugnis   oft   Anlass   für   Ärger   und   Auseinandersetzungen.   Es   kann   sein, dass    ein    Arbeitgeber    das    Verfassen    des    Zeugnisses    als    Druckmittel benutzt,   um   den   Arbeitgeber   z.B.   eine   niedrigere   Abfindung   zahlen   zu können      oder      um      einen      ggf.      anstehenden      oder      laufenden Kündigungsprozesses zu seinen Gunsten zu beeinflussen. In   Rechtsprechung   und   Praxis   hat   man   sich   darauf   verständigt,   dass die    Tätigkeitsbereiche    des    Arbeitnehmers    zutreffend    wiedergegeben und     die     Formulierungen     wahrheitsgemäß     und     wohlwollend     sein müssen. Sie sehen, genug Spielraum nach allen Seiten. Folgende Zeugnisarten gibt es Sie     geben     Ihnen     die     Möglichkeit,     zu     jedem     Zeitpunkt     Ihres Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis zu erhalten.   Das Zwischenzeugnis: Sie   können   verlangen,   dass   Ihnen   während   Ihres   Arbeitsverhältnisses ein    Arbeitszeugnis    ausgestellt    wird,    etwa,    bevor    Sie    eine    neue Chefin/einen   neuen   Chef   bekommen,   wenn   Sie   versetzt   werden   oder sich   bewerben   möchten.   Ein   Zwischenzeugnis   kann   auch   nützlich   sein, wenn   bei   der   Beendigung   eines   Arbeitsverhältnisses   beide   Parteien sich     nicht     mehr     wohlwollend     gegenüberstehen.     Dann     ist     es schwierig(er),    sich    über    Formulierungen    zu    einigen.    Ist    nun    ein Zwischenzeugnis   ausgestellt   worden,   als   das   Arbeitsverhältnis   noch intakt   war,   kann   der   Arbeitgeber   hinter   dieses   Zeugnis   nicht   mehr zurück,   sofern   es   nicht   zu   alt   ist.   So   kann   es   aus   mehreren   taktischen Erwägungen   heraus   sinnvoll   sein,   ab   und   an   ein   Zwischenzeugnis   zu verlangen. Das vorläufige Arbeitszeugnis: Wenn   klar   ist,   dass   Ihr   Arbeitsverhältnis   zu   einem   Zeitpunkt   X   beendet wird, haben Sie Anspruch auf das vorläufige Arbeitszeugnis. Das Arbeitszeugnis: Dieses        Zeugnis        erhalten        Sie        nach        Beendigung        Ihres Arbeitsverhältnisses,     gleichgültig     ob     Sie     oder     Ihr     Arbeitgeber gekündigt hat oder die Firma insolvent etc. gegangen ist.
Kanzlei am Winterhuder Markt-E-Mail
Man muss arbeiten, wenn nicht aus Lust an der Arbeit, dann aus Verzweiflung, denn, wenn man es recht bedenkt, ist die Arbeit doch schließlich weniger langweilig als das Vergnügen. Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle. Charles Baudelaire 
Die Kanzlei ist regional und bundesweit tätig - überwiegend in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bemen, Mecklenburg-Vorpommern, aber auch gern in allen übrigen Bundesländern.
Bitte beachten Sie:  Die Informationen dieser Seiten stellen keine Rechtsberatung dar und sind ohne Gewähr.