Anwaltshonorar, Gerichtsgebühren


Der erste Termin in unserer Kanzlei

Umfang und Grenzen einer Erstberatung

Sie benötigen juristische Hilfe, weil Sie mit Rechtsbeistand reagieren müssen oder Sie möchten aktiv eine Situation klären und rechtliche Möglichkeiten dazu in Anspruch nehmen.

In einer anwaltliche Erstberatung werden Ihnen Ihre Erfolgsaussichten, aber auch die Risiken dargestellt. Sie erhalten viele wichtige und nützliche Informationen, die Ihnen helfen werden, die richtigen Entscheidungen zu treffen, ob eine juristischen Vorgehensweise Sinn und Zweck hat.

Normalerweise bewegt sich eine Erstberatung in einem Zeitrahmen von maximal 45 Minuten und beschränkt sich auf eine mündliche Auskunft. Stellt sich im im Rahmen der Erstberatung heraus, dass für eine vollständige und abschließende Einschätzung weitere Unterlagen angefordert und eingesehen werden müssen, so geht dies über den Umfang einer Erstberatung hinaus und muss in Absprache mit Ihnen gesondert vergütet werden.

So handhaben wir das

In diesem ersten Gespräch schildern Sie uns, warum Sie eine anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Wir hören Ihnen zu. Es ist uns wichtig, Ihre gesamte Situation zu verstehen, um Sie umfassend beraten zu können. Bei der Regulierung eines Unfallschadens wird dieser Teil des Gesprächs nicht so stark ins Gewicht fallen. Kommen Sie mit einer Ehescheidung oder als Mensch mit einer Behinderung wegen einer Eingliederungshilfe zu uns, möchten wir schon etwas mehr wissen, um uns ein Bild von Ihrer Situation und den möglichen rechtlichen Schritten machen zu können. Wir halten dabei mit unserer Kompetenz nicht hinter dem Berg und speisen Sie nicht mit allgemeinen Äußerungen ab.

Sie erhalten transparent und verständlich eine Prognose hinsichtlich Aufwand und Erfolg Ihrer Angelegenheit, was einen ersten Überblick über die zu erwartenden Kosten beinhaltet. Eine rechtliche Auseinandersetzung will gut überlegt sein. Wir lassen Sie daher nach dem Gespräch auch wieder gehen und schieben nicht sofort eine Vollmacht über den Tisch. Erhalten wir von Ihnen eine Beauftragung, freuen wir uns - und legen los.

Kosten

Diese Erstberatung dauert max. 45 Minuten und kostet 100 € inkl. MwSt. Sollte in dieser Beratung absehbar sein, dass wir weniger Zeit für eine Einschätzung benötigen, rechnen wir entsprechend weniger ab. Anderseits kann es auch sein, dass die Erstberatung schnell die Grenzen und Umfang an Zeit und Kosten sprengt. Hierauf weisen wir in den 45 Minuten hin und vereinbaren eine individuelle Lösung. Laut Rechtsanwaltsvergütungsgesetz kann ein Anwalt bis zu 190 € (plus MwSt) für diese Erstberatung nehmen.

Anrechung der Kosten bei Beauftragung

Bei einer Beauftragung werden die Kosten der Erstberatung auf das weitere Anwaltshonorar angerechnet und wandeln sich in einen Vorschuss um.

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Die weiteren Kosten

Es gibt zwei parallel laufende Kostenstränge: Die Kosten für den Anwalt und die für das Gericht.

Die Kosten für die Inanspruchnahme anwaltlicher Leistungen richten sich, sofern wir nichts anderes vereinbart haben, nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Bundesweit gelten damit einheitliche Honorare für Rechtsanwälte, unsere Bezahlung ist im Regelfall gesetzlich festgelegt. Die Höhe der Honorare richtet sich in vielen Fällen nach dem sogenannten Streit- oder Gegenstandswert und dem Aufwand des Mandats. Hier setzt der Gesetzgeber einen Rahmen. Bei geringen Streitwerten fallen daher geringe Kosten an. Bei hohen Streitwerten entstehen hohe Kosten. In einigen Rechtgebieten, in denen es einen Gegenstands- bzw. Streitwert nicht gibt wie zum Beispiel häufig im Sozialrecht, setzt der Gesetzgeber sogenannte Betragsrahmengebühren an und weist eine Mittelgebühr aus, die bei durchschnittlichem Umfang und durchschnittlicher Schwierigkeit der Verfahren anfällt.

Gewinnen wir Ihren Prozess oder Ihr Verfahren, haben Sie in vielen Fällen gegen Ihren Gegner einen Anspruch auf Erstattung unsere Anwaltskosten sowie der Gerichtsgebühren. Um diesen Erstattungsanspruch kümmern wir uns für Sie.

Kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren, entstehen oft Gerichtsgebühren, die nach dem Gerichtskostengesetz berechnet werden. Auch hier werden die Gebühren nach dem Streitwert berechnet.

Beachten Sie bitte auch die Box mit den Links zum Kostenrechner bzw. der Gebührentabelle rechts in der Spalte.

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Vergütung nach Honorarvereinbarung

Für Institutionen, Unternehmen, Einrichtungen, Kliniken etc.

Unsere Rechtsgebiete sowie unsere persönliche Arbeitsweise ermöglichen und bieten Schnittstellen, insbesondere bei den Rechtsgebieten Sozialrecht, Behindertenrecht, Ausländerrecht und Familienrecht. Wir mögen das. Daher freuen wir uns auf Ihre Fragestellung und unterbreiten Ihnen gern ein individuelles Angebot.

Für Mandanten

Die Alternative zur Bezahlung nach gesetzlichen Gebühren ist die Vereinbarung eines Honorars. Mandant und Anwalt können ein Stundenhonorar oder eine pauschale Summe für Vertretung festlegen. Dies gilt nicht bei der Vertretung in einem gerichtlichen Verfahren. Hier dürfen die Anwälte aus berufsrechtlichen Gründen nicht unterhalb der gesetzlichen Gebühren abrechnen.

So handhaben wir das:

Liegt Ihrer Angelegenheit ein hoher Streitwert zugrunde, kann dieser nach den gesetzlichen Gebühren, ein hohes Anwaltshonorar verursachen. Nun kann es aber sein, dass Ihre Angelegenheit mit wenig Aufwand bearbeitet werden kann. In diesem Fall steht die Arbeit des Anwalts und die Höhe seiner Vergütung in einem Mißverhältnis zu Ihren Ungunsten. Hier ist es für Sie besser, ein Stundenhonorar oder eine Pauschale zu vereinbaren.

Anders herum kann es aber auch sein, dass der Streitwert sehr niedrig ist, wenn gleich es für Sie um Viel gehen kann. Wenn es beispielsweise um den Ring Ihrer Großmutter geht, der Ihnen viel bedeutet, weil Ihre Großmutter eine wichtige Person in Ihrem Leben war. Oder Sie im Rahmen Ihrer Ehescheidung ein Hausratsverfahren anstrengen möchten, der reelle Wert der Gegenstände, also der Streitwert, nicht den Aufwand abdecken, die der Anwalt damit hat, Ihr Lieblings-Geschirr für Sie zu erstreiten. Hier muss der Anwalt eine Honorarvereinbarung mit Ihnen ins Auge fassen, um eine angemessene Vergütung seiner Arbeit zu erhalten.

Wie also vorgehen?

Sobald Sie von uns, eine erste Antwort auf die o.g. Fragen erhalten haben, können wir die gesetzlichen Anwaltsgebühren und eine mögliche Honorvereinbarung gegenüberstellen. Unsere Kosten sind transparent und für Sie nachvollziehbar. Wir besprechen gemeinsam, was für alle Beteiligten die beste Lösung ist. Sollte sich im Verfahren, im Rechtsstreit eine neue Situation ergeben, die eine Angleichung der Abrechung erfordert - zu Ihren Gunsten oder manchmal vielleicht auch um unsere Kosten zu decken - sagen wir das offen.

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Beratungsvertrag

Ein Beratungsvertrag ist sinnvoll, wenn Sie regelmäßig laufende, außergerichtliche Angelegenheiten zu erledigen haben. Das können Vertragsüberprüfungen, arbeitsrechtliche Schreiben oder die Beschafffung von Arbeitserlaubnissen sein. Auf Ihren Wunsch unterbreiten wir Ihnen gern ein individuelles Angebot. Bei Interesse an der Durchführung von außergerichtlichen und gerichtlichen Mahnverfahren oder der Übernahme Ihres Forderungsmanagements wenden Sie sich bitte direkt an Rechtsanwältin Zander-Böhm.

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Die Anwaltskosten im Sozialrecht und Behindertenrecht

Anders als bei zivilrechtlichen Fällen richten sich die Gebühren hier oft nicht nach dem Streitwert der Angelegenheit oder des Verfahrens. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz gibt hier eine Abrechung nach den Betragsrahmengebühren vor. Bei außergerichtlicher Tätigkeit spricht man von der Geschäftsgebühr, bei gerichtlicher Tätigkeit von Verfahrensgebühr, erreichen die Parteien eine Einigung, fällt eine Einigungsgebühr an. Im Durchschnitt kostet Sie die Vertretung in einem Widerspruchsverfahren ca. € 450,00 und die Vertretung in einem sozialgerichtlichen Verfahren in der I. Instanz ca. € 800,00, wenn die Betragsrahmengebühren einschlägig sind. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn Sie gegenüber einer Behörde Leistungen durchsetzen möchten. Gewinnen wir Ihren Prozess oder Ihr Verfahren, haben Sie gegen Ihren Gegner einen Anspruch auf Erstattung unserer Anwaltskosten sowie der Gerichtsgebühren, sofern diese angefallen sind.

Wenn Sie Anspruch auf Prozesskostenhilfe haben, leiten wir den Antrag gern für Sie kostenlos an das Gericht weiter. Manchmal können Sie Kosten sparen, wenn Sie zunächst allein das Antragsverfahren durchführen und dann mit dem ablehnenden Bescheid zu uns kommen.

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, lesen Sie bitte den Punkt "Sie haben eine Rechtsschutzversicherung" (folgender Abschnitt).

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Sie haben eine Rechtsschutzversicherung?

Haben Sie bereits eine Deckungszusage für das rechtliche Anliegen, mit dem Sie zu uns kommen, rechnen wir direkt mit Ihrer Rechtsschutzversicherung ab. Bringen Sie dann bitte die Schadennummer Ihrer Rechtsschutzversicherung gleich mit.

Klärt sich im Rahmen des Erstgesprächs die genaue Formulierung Ihres rechtlichen Anliegens, stellen wir gern für Sie als Serviceleistung die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung. Sollte Ihre Versicherung Nachfragen und Klärungsbedarf in erheblichem Umfang haben, bitten wir Sie, dies selbst in die Hand zu nehmen oder uns hierfür einen gesonderten, kostenpflichtigen Auftrag zu erteilen, falls sie möchten, dass wir tätig werden.

Im Allgemeinen zahlt die Versicherung die gesetzlichen Anwaltsgebühren (der Anwalt ist frei wählbar), Zeugengelder und Gutachten, die Gerichtskosten sowie die Kosten des Gegners, soweit Sie als Versicherungsnehmer diese übernehmen müssen. Selbstbehalt, die Höhe der Deckungssumme etc. sind bei jedem Anbieter unterschiedlich.

Wenn Sie Inhaber einer Rechtsschutzversicherung sind, kommt Ihre Versicherung im Regelfall für die Kosten im Rahmen einer anwaltlichen und gerichtlichen Auseinandersetzung auf. Bitte bedenken Sie vorab:

  • Ist das Rechtsgebiet, in welchem Sie ein Anliegen haben, in der Police genannt?
  • Ist die Versicherung gültig? Sind also Beiträge bezahlt, eventuelle Sperrzeiten vorbei? Und trat der Versicherungsfall wenigstens drei Monate vor Beginn Ihrer Rechtsschutzversicherung ein oder haben Sie nahtlos den Versicherungsanbieter gewechselt?

Damit Sie bei Ihrer Rechtsschutzversicherung die versicherte Leistung in Anspruch nehmen können, muss der Versicherungsfall eingetreten sein. Dies bedeutet, eine Einstandsverpflichtung der Rechtsschutzversicherung ist in der Regel nur dann gegeben, wenn jemand gegen Rechtsvorschriften oder Gesetze zu Ihren Lasten verstößt. Der Gedanke "ich habe eine Rechtsschutzversicherung, dann frage ich doch einmal einen Anwalt zu meinem Problem" muss nicht zwingend zur Folge haben, dass Ihre Versicherung die Anwaltskosten übernimmt. Anderseits kann es sein, dass Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten für eine Erstberatung trägt, auch wenn es um Streitigkeiten geht, die normalerweise nicht von Versicherungen abgedeckt werden (zu nennen sind hier Anliegen beispielsweise im Familienrecht oder Erbrecht).

Wir raten:

Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Rechtsschutzversicherung, ob Ihr Anliegen durch die Versicherung gedeckt ist. Um sicher zu sein, dass bei Ihrem Anliegen, eine Einstandsverpflichtung Ihrer Rechtsschutzversicherung besteht, nehmen Sie vorab Kontakt mit Ihrer Versicherung auf. Dort berät Sie die Schadensabteilung Ihrer Rechtsschutzversicherung telefonisch. Lassen Sie sich eine Deckungszusage geben und kommen Sie damit zum Beratungstermin in unsere Kanzlei. Den weiteren Kontakt mit Ihrer Versicherung halten wir gern, wenn es um die Weiterleitung von Unterlagen hierzu geht.

Im Sozialrecht gilt im Regelfall folgende Besonderheit:

Im Sozialrecht war der Versicherungsfall in der Vergangenheit meist erst gegeben, wenn Klage beim Sozialgericht eingereicht wurde und diese Aussicht auf Erfolg hatte. Bei Antrags- und Widerspruchsverfahren mussten die Betroffenen oft selbst in die Bresche springen und die Kosten tragen. Hier tritt gerade eine Veränderung bei vielen Anbietern von Rechtsschutzversicherungen ein, sodass nun häufig Erstberatungen und die Kosten für die Widerspruchsverfahren versichert sind.

Wir raten:

Setzen Sie sich doch schon mal mit Ihrer Rechtsschutzversicherung in Verbindung und fragen Sie, ob die Kosten des Widerspruchsverfahrens oder einer Beratung gedeckt sind und lassen Sie sich dazu am besten bereits eine Schadennummer geben, die Sie dann zum Beratungstermin mitbringen.

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Kosten für eine Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung legen Sie fest, welche medzinischen Untersuchungen, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe Sie ab einem bestimmten Zeitpunkt, nämlich im Falle Ihrer Entscheidungsunfähigkeit, zulassen oder untersagen wollen. Sie können das einfach wie ein Testament festlegen oder eine andere Person mit der Wahrnehmung Ihres Willens beauftragen. Alle Fragen sind im wahrsten Sinne des Wortes existenziell.

Haben Sie sich zur Anfertigung einer Patientenverfügung entschlossen, ist das auf jeden Fall schon mal der halbe Weg. Für den Rest des Weges stehen wir Ihnen gern zur Verfügung, damit Ihr Wille klar, verständlich und juristisch durchsetzbar festgehalten wird. Für die Beratung nehmen wir uns Zeit, auch für Ihre Denkpausen.

Sie können davon ausgehen, dass die Anfertigung einer Patientenverfügung zwischen 300 € und 600 € plus MwSt. liegen. Falls es Ihre Situation erfordert, kommen wir gern zu Ihnen nach Hause.

Sofern Sie gleichfalls den Entwurf einer Vorsorgevollmacht wünschen, was wir in einigen Fällen dringend empfehlen, erhöhen sich die Kosten entsprechend des zeitlichen Aufwandes. Die Höhe der Kosten besprechen wir ausführlich und verbindlich beim ersten Gespräch.

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Sie sind Geschädigter eines Verkehrsunfalls?

Wenn Sie Geschädigter eines Verkehrsunfalls sind, dann bekommen Sie Ihren Schaden von der Haftpflichtversicherung Ihres Unfallgegners ersetzt. Die Schadensersatzpflicht der Haftpflichtversicherung erstreckt sich dabei grundsätzlich auch auf Ihre Anwaltskosten soweit Ihre Schadenersatzsansprüche gerechtfertigt sind.

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Sind Anwaltskosten steuerlich absetzbar?

In einigen Fällen können Sie Anwaltskosten steuerlich geltend machen. Etwa bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen oder im Ehescheidungsverfahren. Sie finden entsprechenden Hinweise bei den jeweiligen Rechtsgebieten.

Prozesskostenhilfe – der gerichtliche Bereich

Prozeßkostenhilfe (Abkürzung PKH) erhalten diejeinigen Personen, die aufgrund ihres Einkommens nicht in der Lage sind, Anwaltskosten und Gerichtskosten zu zahlen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Person selbst ein juristisches Anliegen hat, mit dem sie einen Anwalt oder das Gericht aufsucht oder sich gegenüber einer gegnerischen Partei juristisch vertreten lassen muss. Eine vorbeugende juristische Beratung oder eine außergerichtliche Anwaltstätigkeit ist durch die Prozeßkostenhilfe nicht abgedeckt. Wie der Name schon sagt, ist die Hilfe für Verfahren vor Gericht geschaffen worden. Anwalts – und Gerichtskosten in diesem Rahmen können durch einen Antrag auf Prozeßkostenhilfe vom Staat übernommen werden.

In diesem Antrag muss der Antragsteller seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen legen. Das Gericht prüft neben der Bedürftigkeit auch die Erfolgsaussichten des zu führenden Prozesses. Die Prozeßkostenhilfe wird nur bei hinreichender Erfolgsaussicht gewährt, ist diese nur teilweise oder überhaupt nicht gewährleistet, wird die Hilfe auch nur teilweise oder gar nicht bewilligt.

Sollten Sie trotz zunächst gewährter Prozesskostenhilfe einen Prozess verlieren, haben Sie trotzdem die Kosten der Gegenseite zu tragen, denn diese Kosten sind nicht über die Prozesskostenhilfe abgedeckt.

In der Spalte rechts finden Sie einen Link zu einem Prozesskostenhilferechner. Ein Antragsformular können Sie hier als .pdf-Datei herunterladen: Antrag auf Verfahrenskostenhilfe

Prozesskostenhilfe im Familienrecht und der freiwilligen Gerichtsbarkeit

In diesen beiden Rechtsgebieten gibt es keine Prozesse, sondern Verfahren. Daher heisst die Prozesskostenhilfe hier Verfahrenskostenhilfe. Die Voraussetzungen und Vorgehensweise sind identisch mit dem Vorgehen beim Antragsverfahren der Prozesskostenhilfe.

So handhaben wir das:

Wenn wir in unserer Erstberatung über Ihre Angelegenheit sprechen, fragen wir standardmäßig, ob eine Beantragung von Prozeßkostenhilfe bei Ihnen geprüft werden sollte. Falsche Scheu ist hier nicht nötig. Der Staat bietet diese Hilfe an, um eine Gleichheit im Rechtsschutz für seine Bürger sicher zu stellen.

Das Stellen und Begründen des PKH-Antrag im Rahmen Ihres Mandats löst dann Gebühren aus, wenn der P rozesskostenhilfeantrag abgewiesen wird. Näheres erklären wir gern im Gespräch.

In der Spalte rechts finden Sie einen Link zu einem Prozesskostenhilferechner. Ein Antragsformular können Sie hier als .pdf-Datei herunterladen: Antrag auf Prozesskostenhilfe

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Beratungshilfe

Die Beratungshilfe ist für Rechtssuchende, die die Kosten für eine Beratung oder Vertretung durch einen Anwalt nicht aufbringen können und keine andere zumutbare Möglichkeit haben, um juristische Hilfe zu erlangen. Wie bei der Prozeßkostenhilfe wird über einen Antrag bei Gericht geprüft, ob der Rechtssuchende aufgrund seiner persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nicht in der Lage ist, einen Anwalt zu zahlen. Bespiele für Beratungshilfe sind strittige Rechnungen mit dem Telefonanbieter, Ansprüche auf Zahlung oder Lieferung aus einem Kaufvertrag etc..

Sie beantragen die Beratungshilfe bei Ihrem Amtsgericht und kommen mit dem Beratungshilfeschein in unsere Kanzlei. Die Beratung kostet Sie 10 €. Die weiteren Gebühren rechnen wir direkt mit dem Gericht bzw. der Landeskasse ab. Die Beratungshilfe wird für alle Bürger vieler Bundesländer angeboten, mit Ausnahme der Bürger Hamburgs und Bremens.

Ausnahmen in Hamburg und Bremen - das Angebot einer öffentlichen Rechtsberatung

Diese beiden Bundesländer übernehmen keine Kosten einer außergerichtlichen anwaltlichen Beratung, also der Beratungshilfe. In beiden Ländern wird durch das Land eine kostenlose außergerichtliche Rechtsberatung angeboten und gewährleistet.

In Hamburg ist das die ÖRA (Öffentliche Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle Hamburg).
Anschrift und Kontakt:
Dammtorstraße 14
20354 Hamburg
☎ 040 - 428 43-3071/ 3072
fax: 040 - 428 43-3658
web: www.hamburg.de/oera

In Bremen sind die Anlaufstellen für eine außergerichtliche Beratung wie folgt:
Bremischer Anwaltsverein
Amtsgericht Bremen (im Gebäude)
Zimmer 007
Ostertorstraße 25-31
28195 Bremen
web: www.anwaltsverein-bremen.de/buergerservice/rechtsberatung.html

Arbeitnehmerkammer Bremen
Bürgerstraße 1
28195 Bremen
☎ 0421 - 363 01-0
fax: 0421 - 363 01-89
web: www.arbeitnehmerkammer.de/beratung/oeffentliche-rechtsberatung

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