Ausländerrecht - Leben in Deutschland

Aufenthaltserlaubnis und Niederlassungserlaubnis

Eine Aufenthaltserlaubnis ist befristet der erste Schritt für das Leben und Arbeiten in Deutschland.

Eine Niederlassungserlaubnis ist unbefristet. Mit ihr können Sie unselbständig, also als Arbeitnehmer, selbständig oder als Freiberufler arbeiten. Um eine Niederlassungserlaubnis zu erhalten, müssen Sie im Regelfall zuvor im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis sein.

Wenn nach der Erteilung der Niederlassungserlaubnis Voraussetzungen wegfallen, die dazu geführt haben, dass Sie die Niederlassungserlaubnis erhalten haben, verlieren Sie die Erlaubnis nicht wieder. Das heißt z. B., auch wenn Sie arbeitslos werden, verlieren Sie nicht Ihre Niederlassungserlaubnis.

Voraussetzungen für eine Aufenthaltserlaubnis

Die Aufenthaltserlaubnis ist ein befristeter Aufenthaltstitel nach deutschem Aufenthaltsrecht und beträgt mindestens 6 Monate. Sie kann verlängert werden.

Voraussetzungen:

  • Ausbildung
  • Erwerbstätigkeit
  • völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe
  • familiäre Gründe
  • für ehemalige Deutsche und langfristig Aufenthaltsberechtigte der EU

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Voraussetzungen für eine Niederlassungserlaubnis nach drei Jahren

Die wichtigsten Voraussetzungen:

  • mindestens dreijähriger Besitz einer Aufenthaltserlaubnis
  • eine familiäre Lebensgemeinschaft mit einer deutschen Bundesbürgerin / einem deutschen Bundesbürger besteht
  • es besteht kein Ausweisungsgrund (Straffreiheit)
  • die Antragstellerin / der Antragsteller kann sich in deutscher Sprache verständigen

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Voraussetzungen für eine Niederlassungserlaubnis nach fünf Jahren

Die wichtigsten Voraussetzungen:

  • mindestens fünfjähriger Besitz einer Aufenthaltserlaubnis
  • Nachweis über die eigene Sicherung des Lebensunterhalts
  • ausreichender Wohnraum
  • Straffreiheit
  • für Arbeitnehmer: Erlaubnis zur Beschäftigung
  • es müssen mindestens 60 Monate Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt worden sein
  • Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse Deutschlands

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Weitere, anderweitige Voraussetzungen für eine Niederlassungserlaubnis

  • erfolgreiche Selbständigkeit
  • hochqualifizierter Status, siehe Blue-Card
  • völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe
  • bei familiären Gemeinschaften mit Deutschen
  • ehemalige Deutsche, sofern eine Wiedereinbürgerung nicht möglich ist

Wie können wir helfen?

Die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis ist für Sie oft der erste Schritt, um in Deutschland ein Leben aufzubauen. Das muss gut vorbereitet sein.

Wir kümmern uns um

  • die Vorbereitung der Dokumente
  • die Kommunikation mit den zuständigen Behörden
  • die Beantragung bei der zuständigen Behörde

Dabei sind wir für Sie erreichbar und nehmens uns Zeit für Sie.

Nützliche Links:

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Daueraufenthalt - EG

Nicht-EU-Bürger, die sich bereits fünf Jahre mit einem Aufenthaltstitel in Deutschland aufhalten, können eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG beantragen. Die Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG hat den Status eines unbefristeten Aufenthaltstitels.

Niederlassungserlaubnis oder Daueraufenthalt-EG? Beide Aufenthaltstitel sind unbefristet. Wenn Sie jedoch aus beruflichen oder privaten Gründen öfter aus Deutschland für längere Zeit ausreisen, kann die Niederlassungserlaubnis erlöschen. Mit der Daueraufenthalt-EG ist Ihre Mobilität größer.

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Ehegattennachzug

Hier geht es um die Frage, unter welchen Voraussetzungen einem Ausländer / einer Ausländerin ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis erhalten kann, um eine eheliche Lebensgemeinschaft in Deutschland zu führen.

Wenn Ihre Frau oder Ihr Mann noch im Heimatland sind: Es wird ein Visum zur Einreise nach Deutschland benötigt. Das Visum wird von der deutschem Auslandsvertretung im Heimatland bzw. dem aktuellen Aufenthaltsstaat Ihrer Frau / Ihres Mannes gestellt.

Wenn Ihre Frau oder Ihr Mann schon in Deutschland sind und eine Aufenthaltserlaubnis haben möchten: Die Aufenthaltserlaubnis wird von der jeweils zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland erteilt.

Die Voraussetzungen für einen Nachzug, der sie als Ehepaar dauerhaft in Deutschland zusammen leben lässt, sind kompliziert und bei jedem Paar anders. Unter anderem wird in vielen Fällen ein Sprachnachweis benötigt. Anders verhält es sich, wenn die Person, zu der nachgezogen werden soll, deutscher Staatsangehöriger ist oder eine andere EU-Staatsangehörigkeit hat. Auch bei der Frage des Nachweises des Lebensunterhalts und einer angemessenen Wohnung in Deutschland gibt es vielfältige Unterschiede, die man vor Antragstellung wissen sollte. Alle Faktoren spielen eine Rolle: Wie lang sind Sie schon in Deutschland? - Welchen Aufenthaltstitel haben Sie? - Welche Nationalitäten haben sie beide? - Wie sieht das laufenden Einkommen aus? - Was für Wohnraum steht zur Verfügung? - Hat der nachzugswillige Ehegatte Deutsch gelernt und kann er dies nachweisen? ... und vieles mehr.

Wie können wir helfen?

Wir kümmern uns um

  • die Prüfung der Dokumente und Aufenthaltstitel
  • die vorbereitung der Dokumente
  • die Kommunikation mit den zuständigen Behörden
  • die Beantragung bei der zuständigen Behörde

Dabei sind wir für Sie erreichbar und nehmen uns Zeit für Sie.

Empfohlene Links:

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Scheinehe und andere Schein-Verwandtschaftsverhältnisse

Es kommt hier auf die Gründe an, warum Sie eine Ehe oder ein anderes verwandtschaftliches Verhältnis geschlossen haben. Sie können eine Ehe auch schließen, um dem Ehegatten ein Aufenthaltsrecht in Deutschland zu verschaffen. Doch es müssen "echte Gefühle" und der Wille nach einer eheliche Lebensgemeinschaft vorhanden sein.

Wenn folgende Punkte gegeben sind, liegen eine Scheinehe oder ein anderes Schein-Verwandtschaftsverhältniss vor:

  • die Ehe oder das Verwandtschaftsverhältnis wurden ausschließlich zu dem Zweck geschlossen oder begründet, dem Nachziehenden die Einreise in das und den Aufenthalt im Bundesgebiet zu ermöglichen
  • wenn tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme begründen, dass einer der Ehegatten zur Eingehung der Ehe genötigt wurde

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Nachzug von Kindern - Familienzusammenführung mit erwachsenen Kindern und Großeltern

Minderjährige Kinder (unter 18 Jahren), die unverheiratet sind, haben das Recht, zu Ihren Eltern nach Deutschland nachzuziehen. Es gibt jedoch einige Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Dies sind Fragen nach dem Aufenthaltsbestimmungsrecht und des alleinigen Sorgerechts, der Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis und, bei Kindern über 16 Jahren, Deutschkenntnisse und Intergrationsfähigkeit.

Erwachsene Kinder und Großeltern haben nur dann ein Recht auf Familienzusammenführung, wenn ansonsten „besondere Härten" entstünden, beispielsweise wenn der in Deutschland oder der im Ausland lebende Angehörige krankheits- oder altersbedingt dringend Hilfe benötigt.

Wie können wir helfen?

Wir kümmern uns um

  • die Prüfung der Dokumente und Aufenthaltstitel
  • die vorbereitung der Dokumente
  • die Kommunikation mit den zuständigen Behörden
  • die Beantragung bei der zuständigen Behörde

Dabei sind wir für Sie erreichbar und nehmen uns Zeit für Sie.

Aufenthaltserlaubnis für Kinder aufgrund ihrer Geburt in Deutschland

Die Ausländerbehörde muss einem in Deutschland geborendem Kind eine Aufenthaltserlaubnis erteilen, wenn zum Zeitpunkt der Geburt beide Elternteile oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil folgende Aufenthaltstitel besitzen:

  • Aufenthaltserlaubnis
  • oder Niederlassungserlaubnis
  • oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG

Es sollte sofort nach der Geburt ein Antrag auf Aufenthaltserlaubnis des Kindes gestellt werden, damit sichergestellt ist, dass die Ausländerbehörde tätig wird.

Sind die Eltern des Kindes zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet und es soll eine Vaterschaft anerkannt werden, ist es wichtig, dies zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Je nachdem, welchen Aufenthaltstitel der Vater hat, kann es besser sein, die Geburt des Kindes abzuwarten.

Hat nur ein Elternteil die o.g. Aufenthaltstitel und nicht das alleinige Personensorgerecht hat, kann die Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis erteilen. Es sollte sofort nach der Geburt ein Antrag auf Aufenthaltserlaubnis des Kindes gestellt werden, damit sichergestellt ist, dass die Ausländerbehörde tätig wird.

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Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch die Geburt

Bevor einem in Deutschland geborenen Kind eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird, ist immer vorrangig zu prüfen, ob das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hat.

Hat die Mutter die deutsche Staatsangehörigkeit zum Zeitpunkt der Geburt, ist das unproblematisch. Es gibt auch andere Fälle, in denen Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt erhalten, auch Kinder ausländischer Eltern. Diese sind im Einzelfall zu püfen.

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Einbürgerung

Eine Einbürgerung muss beantragt werden, ab dem 16. Lebensjahr können Ausländer den Antrag selbst stellen. Bei Ausländern, die jünger als 16 Jahre sind, müssen die Eltern oder die gesetzlichen Vertreter den Antrag stellen.

Ehegatten sowie eingetragene Lebenspartner sollen bereits nach drei Jahren Aufenthalt in Deutschland mit eingebürgert werden, wenn die Ehe zwei Jahre in Deutschland bestanden hat. Wenn Kinder mit-eingebürgert werden sollen, gibt es Erleichterungen bei den Voraussetzungen.

Die Antragsformulare gibt es bei den Einbürgerungsbehörden. Die Behörde berät Sie, welche Unterlagen Sie benötigen.

Die Voraussetzungen für eine Einbürgerung lesen Sie hier. Doch gibt es Ausnahmen und Spielräume. Sollte eine Einbürgerung abgelehnt werden, kann sie oft doch möglich sein. Dann berate ich Sie gern.

Wesentliche Voraussetzungen für eine Einbürgerung

  • acht Jahre ununterbrochener und rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland
  • Besitz einer Aufenthaltserlaubnis, EU-Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis für besondere Zwecke oder freizügigkeitsberechtigter EU/EWR-Staaten
  • Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
  • keine verfassungsfeindlichen Betätigungen
  • Sicherung des Lebensunterhalts, kein Bezug von Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII
  • Straflosigkeit
  • aureichende Deutschkenntnisse
  • bestandener Einbürgerungstest
  • Abgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft, Ausnahmen sind möglich

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Ausweisung und Abschiebung

Beides sind Maßnahmen, die Sie und Ihre Angehörigen vor Probleme stellen und Ihre Lebenssituation unmittelbar bedrohen. Es ist möglich gegen eine Ausweisung oder Abschiebung vorzugehen. Doch ist die Vertretung Ihres Anliegens durch einen Anwalt gegenüber der Ausländerbehörde fast immer notwendig. Faktoren wie die Schwere der Straftat, welchen Status Sie und Ihre Familienangehörigen haben, ob es Kinder gibt, Ihr Verhalten über Ihre gesamte Zeit in Deutschland, wie alt waren Sie, als Sie eingereist sind wichtig und je nach Sachlage können Sie dazuführen, dass Sie in Deutschland bleiben können.

Wie können wir helfen?

Machen Sie schnell einen Termin und bringen Sie alle Unterlagen mit, die helfen können, die Ausweisung oder Abschiebung abzuwehren. Alles weitere besprechen wir.

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